Cliffs of Moher.

The highlight of the second summer school week was definitely a trip to the Cliffs of Moher, with some stops along the way. In hindsight, I should not have scheduled it two days before the exam, as most students preferred to focus on English grammar during the bus journey and not on the magnificent landscape (and the very narrow roads). We also were a bit unlucky with the weather; the closer we came to the cliffs, the more windier and rainier it got. I have to grant it to my students, though: Once we had arrived, they abandoned the study books in the bus and bravely faced the weather, climbing up and down steep hills and stairs, taking about a gazillion selfies … which I was able to admire 3 hours later on Facebook.

Der Höhepunkt der zweiten Summer School-Woche war ein Ausflug zu den Cliffs of Moher, mit einigen Zwischenstopps unterwegs. Im Nachhinein hätte ich den Ausflug vielleicht nicht unbedingt zwei Tage vor der Klausur ansetzen sollen, da die meisten Studenten sich während der Busfahrt dann doch lieber auf englische Grammatik und nicht auf die beeindruckende Landschaft (und die sehr schmalen Straßen) konzentriert haben. Wir hatten auch Pech mit dem Wetter – je näher wir den Cliffs kamen, umso windiger und regnerischer wurde es. Ich muss es meinen Studenten aber zugute halten: Sobald wir angekommen waren, ließen sie die Lehrbücher im Bus liegen und trotzten todesmutig dem Wetter – immer fleißig die Hügel und Treppen rauf und runter und dabei gefühlt drölftausend Selfies machen …  die ich dann drei Stunden später auf Facebook bewundern durfte.

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Herding the Pack.

A conference last summer led to a friendship with a bubbly professor of psychology, which in turn somehow developed into me having a summer school in Limerick with one of my courses. Over the duration of two weeks, the students would have three hours of lessons each day, some team activities, and lots of free-time to explore the area and city (the latter was planned by me for not entirely altruistic motives).

Eine Konferenz im letzten Sommer führte zu einer Freundschaft mit einer quirligen Professorin für Psychologie, was sich wiederum irgendwie dazu entwickelte, dass ich mit einem meiner Kurse eine Summer School in Limerick abhielt. Über eine Dauer von zwei Wochen würden die Studis täglich drei Stunden Unterricht, einige Gruppenaktivitäten, und jede Menge Freizeit haben, um Land und Leute kennen zu lernen (letztgenanntes war von mir nicht ganz uneigennützig eingeplant worden). 

In the first week, there were city walks and kayak tours … / In der ersten Woche gab es Stadtrundgänge und Kayak-Touren …

… presentations and the well-deserved rewards …  / … Präsentationen und die wohlverdiente Belohnung ….

… all kinds of music … / … alle möglichen Musikstile …

…. quiet walks along the Shannon … / … ruhige Spaziergänge entlang des Shannon …

… and copious amounts of food. / … und Unmengen an Essen. 

What I loved most, however, was having a cup of tea while watching the sunset from my kitchen. / Am meisten genossen habe ich aber die Tasse Tee, während ich von der Küche aus dem Sonnenuntergang zugesehen habe.

Hyvästi Helsinki.

The last day of the project week is also my last proper day in Helsinki: Tomorrow, I will be travelling to Tallinn and then leave Scandinavia on Sunday. To celebrate an exciting, fun, and informative week, I had a drink in a pub which name might become my new motto for life, and then took a stroll down to the harbour, watching the sunset. Helsinki certainly knew how to bow out in style.

Der letzte Tag der Projektwoche ist auch mein letzter “richtiger” Tag in Helsinki: Morgen geht es nach Tallinn und am Sonntag verlasse ich Skandinavien wieder. Um diese aufregende, lustige und informative Woche angemessen ausklingen zu lassen, habe ich mir ein Cider in einer Bar gegönnt, deren Name mein neues Lebensmotto werden könnte, und ging dann runter zum Hafen, um den Sonnenuntergang zu genießen. Helsinki hat noch einmal alle Register gezogen, um sich eindrucksvoll zu verabschieden.

High up in Espoo.

As quite a few of my fellow lecturers are already flying out on Friday afternoon/evening, Thursday was our last evening together; Anna-Mari and the other organisers had hence invited us to a farewell dinner in an old water tower in Espoo, about 30 minutes by car from Helsinki.

The initial impression was that of a massive spaceship (think Star Wars meets Nazi architecture), but the inside was surprisingly cozy – and the views were amazing.

Da einige meiner Mitstreiter Helsinki bereits am Freitag nachmittag/abend verlassen werden, war Donnerstag unser letzter gemeinsamer Abend; Anna-Mari und die anderen Organisatoren hatten uns daher zu einem Abschiedsessen in einem alten Wasserspeicher in Espoo eingeladen, ca. 30 Minuten Autofahrt von Helsinki entfernt.

Der erste Eindruck war der eines gewaltigen Raumschiffs (irgendwas zwischen Star Wars und Nazi-Architektur), aber das Innere war erstaunlich gemütlich – und die Aussicht war fantastisch.

After good food, lots of laughter, and a bit of spirit intake, we managed to exit the spaceship without any major injuries, drove back to Helsinki and, as we could not get enough of great views, went to a sky bar in the city centre, enjoying the sunset with a couple of drinks.

Nach einem richtig guten Essen, viel Gelächter und ein wenig Alkoholzufuhr schafften wir es, das Raumschiff ohne größere Verletzungen zu verlassen und fuhren zurück nach Helsinki. Da wir immer noch nicht genug von tollen Aussichten hatten, gingen wir zu einer Sky-Bar in der Innenstadt, wo wir den Sonnenuntergang bei ein paar Getränken genossen.

Suomenlinna.

For Tuesday afternoon, the university had organised a trip to Suomenlinna, a former sea fortress built on a couple of islands just off the Helsinki harbour. With – again – perfect weather, 12 of us took the ferry to the islands and walked around for about 2 hours, peering into old houses and bulwarks, climbed walls and crossed bridges, all the time marvelling at the beautiful landscape.

There are around 900 people who live permanently on the islands, but I would be hard-pressed to tell where; most of the building were museums or (former) military installations, so maybe the inhabited part was sealed off to the public. It was nevertheless a truly magnificent experience, finished off with yet another dinner together at a local restaurant.

Für den Dienstag nachmittag hatte die Uni einen Ausflug nach Suomenlinna organisiert, eine alte Seefestung, die auf ein paar Inseln direkt vor Helsinki’s Hafeneinfahrt gebaut wurde. Bei – wieder einmal – perfektem Wetter fuhren zwölf von uns mit der Fähre rüber und wanderten zwei Stunden lang über die Hauptinseln: Wir guckten uns alte Häuser und Bollwerke an, kletterten über Mauern und überquerten Brücken, und waren alle völlig begeistert von der wunderschönen Landschaft.

Es gibt ca. 900 Menschen, die dauerhaft auf den Inseln wohnen, aber ich könnte nicht sagen, wo; die meisten der Gebäude waren entweder Museen oder (ehemalige) Militäranlagen, von daher war der bewohnte Bereich wohl abgesperrt für den Publikumsverkehr. Es war dennoch ein ganz fantastischer Ausflug, den wir mit einem weiteren gemeinsamen Abendessen in einem örtlichen Restaurant Revue passieren ließen.

Tervetuloa Helsinkiin.

After arriving in Helsinki on Sunday, I decided to focus on work first; there were some things I still had to prepare for Monday’s initial lesson, so I skipped the sightseeing and just went to the corner shop for the necessities.

The first day of the international project week at our partner university was slightly exhausting, but very interesting: With 17 international lecturers, there was a lot of professional exchange, but it become apparent soon enough that some of these guys would also be fun to hang out with. Another thing I learned on the first day was that Finnish people apparently have a thing for names with gemination: The class was full of students called Santtu, Mikko, Pekka, Eetu, Milla, Eliina, IIkka, Jaakko – or something ending with -i (Oskari, Torsti, Pauli, Sami).

In the afternoon, two young ladies from the organising committee took us lecturers for a city walk, providing excellent (and individual) commentary on the architecture and sights in the city centre; I really liked that this was done not by a professional tour guide, but from people who “worked” for the project week and hence had a personal connection to us. We finished the tour on the sky deck overlooking the harbour, with a glass of wine each (10 Euros/glass!); some of us continued with a rather entertaining evening in an Italian restaurant.

Nachdem ich am Sonntag in Helsinki angekommen war, habe ich mich erstmal auf die Arbeit konzentriert; da ich noch einige Dinge für den ersten Unterrichtstag vorbereiten musste, habe ich mir die Stadtbesichtigung gespart und nur das Notwendigste im Supermarkt um die Ecke gekauft.

Der erste Tag der internationalen Projektwoche an unserer Partner-Uni war zwar erschöpfend, aber auch sehr interessant: 17 Dozenten aus 10 verschiedenen Ländern sorgen dafür, dass man sich viel über die Arbeit ausgetauscht hat, aber gleichzeitig wurde schnell klar, dass man mit einigen von ihnen sicherlich auch hervorragend feiern gehen kann. Außerdem habe ich am ersten Tag gelernt, dass Finnen offenbar einen Hang zu Namen mit Gemination haben: Die Klasse war voller Studenten mit Namen wie Santtu, Mikko, Pekka, Eetu, Milla, Eliina, IIkka, Jaakko – oder irgendwas mit einem -i am Ende (Oskari, Torsti, Pauli, Sami).

Am Nachmittag haben uns zwei der Mädels vom Organisationskomitee durch die Stadt geführt und dabei sehr kundig und individuell Auskunft über Helsinki’s Architektur und Sehenswürdigkeiten gegeben. Ich fand es wirklich gut, dass wir keinen “professionellen”Stadtführer hatten, sondern jemanden, die für die Projektwoche tätig waren und daher auch einen persönlichen Bezug zu uns hatten. Wir beendeten die Tour auf der Aussichtsterrasse am Hafen mit einem Glas Wein (10 Euro/Glass!); ein paar von uns hatten dann noch einen sehr vergnüglichen Abend in einem italienischen Restaurant.

Hej till Skandinavien.

My work has many perks I cherish: Flexible working hours, being able to choose what you want to teach, more than 4 months of paid “holidays”, being surrounded by lovely colleagues and students, getting paid for a full-time job while only doing 20 hours a week, … yes, it could be worse.

This year’s highlight, however, was the possibility to teach at one of our partner universities. I was sent an invitation last December, and after checking with the Dean and the International Office, I was given permission to go – with all expenses covered. So I was off to a week in Helsinki, but first …

Mein Job hat sehr viele Vorteile, die ich durchaus zu schätzen weiß: Flexible Arbeitszeiten, freie Wahl bei den Unterrichtsthemen, mehr als vier Monate bezahlten “Urlaub” im Jahr, mit netten Kollegen und Studierenden arbeiten, für einen Vollzeit-Job bezahlt zu werden, wenn man faktisch nur 20 Stunden unterrichtet, … ja, es könnte schlimmer sein.

Das diesjährige Highlight war aber die Chance, an einer unserer Partner-Universitäten zu unterrichten. Ich erhielt die Einladung im Dezember, und nachdem der Dekan und das Internationale Office konsultiert worden waren, durfte ich los – bei voller Kostenübernahme seitens der Uni. Also ging es für eine Woche nach Helsinki, aber erst …

STOCKHOLM!

It is always easier to fall in love with a city when the sun is shining, the people are friendly, and a common language is spoken. But I am pretty sure Stockholm would be lovable even when heavy rain is falling; two days were not enough to explore the city, so there is a strong motivation to come back. The only things I found questionable are the prices for food and drinks and the amount of Hare Krishna groups chanting their way through Gamla Stan.

Es ist immer einfach, sich in eine Stadt zu verlieben, wenn die Sonne scheint, die Menschen freundlich sind, und man eine gemeinsame Sprache spricht. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass Stockholm auch liebenswert wäre, wenn eine Sintflut niederkommen würde; zwei Tage waren nicht annähernd genug, um die Stadt zu erkunden, also gibt es gute Gründe, wieder zu Besuch zu kommen. Die einzigen Dinge, die ich fragwürdig fand, waren die Lebensmittelpreise und die Unmengen an Hare Krishna-Gruppen, die singend und klatschend durch die Innenstadt zogen.