Cliffs of Moher.

The highlight of the second summer school week was definitely a trip to the Cliffs of Moher, with some stops along the way. In hindsight, I should not have scheduled it two days before the exam, as most students preferred to focus on English grammar during the bus journey and not on the magnificent landscape (and the very narrow roads). We also were a bit unlucky with the weather; the closer we came to the cliffs, the more windier and rainier it got. I have to grant it to my students, though: Once we had arrived, they abandoned the study books in the bus and bravely faced the weather, climbing up and down steep hills and stairs, taking about a gazillion selfies … which I was able to admire 3 hours later on Facebook.

Der Höhepunkt der zweiten Summer School-Woche war ein Ausflug zu den Cliffs of Moher, mit einigen Zwischenstopps unterwegs. Im Nachhinein hätte ich den Ausflug vielleicht nicht unbedingt zwei Tage vor der Klausur ansetzen sollen, da die meisten Studenten sich während der Busfahrt dann doch lieber auf englische Grammatik und nicht auf die beeindruckende Landschaft (und die sehr schmalen Straßen) konzentriert haben. Wir hatten auch Pech mit dem Wetter – je näher wir den Cliffs kamen, umso windiger und regnerischer wurde es. Ich muss es meinen Studenten aber zugute halten: Sobald wir angekommen waren, ließen sie die Lehrbücher im Bus liegen und trotzten todesmutig dem Wetter – immer fleißig die Hügel und Treppen rauf und runter und dabei gefühlt drölftausend Selfies machen …  die ich dann drei Stunden später auf Facebook bewundern durfte.

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Deflated Sex Dolls.

M was finally able to join me in Ireland on the weekend between the two summer school weeks, so on Friday afternoon I hopped on a bus to Dublin to meet him there. Note to self: In the future, I will make sure my phone is fully charged before going on a trip to avoid confusion regarding the meeting point … It might sound corny, but it is a lovely feeling to not only be able to recognise your partner from afar in a crowd, but also to feel tremendously excited about him.

While I have been to Dublin several times already, it was his first stay in Ireland, so we walked around, visited the rather magnificent Museum of Dublin, had excellent food (I introduced him to a full English breakfast – which we had at 5 pm), and finally found a small pub with a wide range of beers and ciders on offer, where we spent most of our evenings.

It is difficult to name a particular highlight because the weekend was great overall, but the sex doll lying on one of Dublin’s main roads (probably a remnant of a stag party) which looked eerily like a dead body from afar might be something I won’t forget soon.

M und ich hatten ausgemacht, dass er mich ab dem Wochenende zwischen den beiden Summer School-Wochen besuchen würde – also stieg ich am Freitag nachmittag in den Bus nach Dublin, um ihn dort zu treffen. In Zukunft sollte ich übrigens darauf achten, dass ich vor einer Reise mein Handy noch mal voll auflade, um etwaige Verwirrungen bzgl. des Treffpunktes zu vermeiden … Es klingt vielleicht schmalzig, aber es ist ein schönes Gefühl, wenn man seinen Partner nicht nur von weitem in einer Menschenmenge ausfindig machen kann, sondern auch noch unglaublich aufgeregt darüber ist.

Während ich schon des Öfteren in Dublin gewesen bin, war es sein erster Aufenthalt in Irland; von daher schlenderten wir viel herum, besuchten das famose Museum of Dublin, hatten ausgezeichnetes Essen (ich habe ihn mit “Englischem Frühstück” bekannt gemacht – um 17 Uhr), und fanden schließlich einen kleinen Pub mit einem reichhaltigen Angebot an Bieren und Apfelweinen, in dem wir die meisten unserer Abende verbrachten.

Ich weiß gar nicht, was ich als Highlight herausstellen soll, weil das ganze Wochenende großartig war, aber die Sexpuppe, die auf einer von Dublin’s Hauptstraßen lag (wahrscheinlich ein Überbleibsel einer Junggesellenparty) und von weitem einer Leiche erschreckend ähnlich sah, werde ich wohl so schnell nicht vergessen.

Herding the Pack.

A conference last summer led to a friendship with a bubbly professor of psychology, which in turn somehow developed into me having a summer school in Limerick with one of my courses. Over the duration of two weeks, the students would have three hours of lessons each day, some team activities, and lots of free-time to explore the area and city (the latter was planned by me for not entirely altruistic motives).

Eine Konferenz im letzten Sommer führte zu einer Freundschaft mit einer quirligen Professorin für Psychologie, was sich wiederum irgendwie dazu entwickelte, dass ich mit einem meiner Kurse eine Summer School in Limerick abhielt. Über eine Dauer von zwei Wochen würden die Studis täglich drei Stunden Unterricht, einige Gruppenaktivitäten, und jede Menge Freizeit haben, um Land und Leute kennen zu lernen (letztgenanntes war von mir nicht ganz uneigennützig eingeplant worden). 

In the first week, there were city walks and kayak tours … / In der ersten Woche gab es Stadtrundgänge und Kayak-Touren …

… presentations and the well-deserved rewards …  / … Präsentationen und die wohlverdiente Belohnung ….

… all kinds of music … / … alle möglichen Musikstile …

…. quiet walks along the Shannon … / … ruhige Spaziergänge entlang des Shannon …

… and copious amounts of food. / … und Unmengen an Essen. 

What I loved most, however, was having a cup of tea while watching the sunset from my kitchen. / Am meisten genossen habe ich aber die Tasse Tee, während ich von der Küche aus dem Sonnenuntergang zugesehen habe.

Mis on suurepärane linn!

I used my last day in Scandinavia for a day trip to Tallinn; as it was a Saturday, the ferry was packed with Finnish people ready to get hammered over the weekend on cheap booze in Estonia – a challenge which already started on the ferry. It was my first ferry ride ever where they had a) a live schmaltzy band/singer at 10 am and b) dozens of slightly tipsy Finns singing and dancing along. It felt a bit like “Love Boat” in the Stephen King version, so I spent most of the two hour trip on deck and enjoyed the view.

Ich habe meinen letzten Tag in Skandinavien genutzt, um einen Tagesausflug nach Tallinn zu machen; da es Samstag war, war die Fähre voller Finnen, die es kaum erwarten konnten, sich am Wochenende in Estland mit billigem Alkohol die Kante zu geben – und diese Herausforderung schon auf der Fähre annahmen. Es war meine erste Fährfahrt, bei der es a) bereits um 1o Uhr morgens einen Schlagersänger inklusive Band und b) Dutzende von angetrunkenen Finnen gab, die mitgesungen und -getanzt haben. Es fühlte sich ein bisschen wie die Horrorfilm-Version von “Love Boat” an, also habe ich den Großteils der zweistündigen Überfahrt an Deck verbracht und die Aussicht genossen.

However, Tallinn made up for the “Love Boat” experience – big time. It is one of the most beautiful, interesting, and entertaining cities I have ever visited, and after a couple of hours, I already regretted that I had to return to Helsinki the same evening. There was so much to see, to try and to explore that I only managed to squeeze in about half of what I had actually planned to do. The fact that food and drinks are extremely reasonable priced, especially when you have just come from Finland, is another undeniable advantage.

Tallinn hat diese bizarre Überfahrt aber wieder Wett gemacht – und wie. Die Stadt ist eine der schönsten, interessantesten und unterhaltsamsten, in denen ich je war, und nach ein paar Stunden habe ich es bereits bereut, dass ich am gleichen Abend wieder nach Helsinki zurück musste. Es gab so viel zu sehen, zu entdecken, zu probieren, dass ich nur einen Bruchteil dessen erledigen konnte, was ich mir eigentlich vorgenommen hatte. Die Tatsache, dass Essen und Trinken super günstig sind, vor allem, wenn man gerade aus Finnland kommt, ist definitiv ein weiterer Pluspunkt.

When strolling through the city centre, on little cobbled streets with colourful houses, I encountered a tiny art gallery; I have a tendency to buy art as a “souvenir”, so I went inside and, lo and behold, stumbled across a watercolour painting I immediately liked. The price was good, so within 10 minutes, money was exchanged and the drawing wrapped. Now I just need to get it home in one piece.

Als ich so durch die Innenstadt schlenderte, auf kleinen Kopfsteinstraßen mit bunten Häusern, lief ich an einer kleinen Kunsthandlung vorbei; ich neige dazu, mir Kunst als “Souvenir” mitzunehmen, also ging ich hinein und siehe da – es gab ein Aquarell, das mir direkt gefiel. Der Preis war gut, von daher dauertes es keine 10 Minuten und das Gemälde war bezahlt und verpackt. Jetzt muss ich nur sehen, wie ich es heil nach Hause kriege.

The ferry back left at about 7 pm, and we slowly moved towards Helsinki, across the Gulf of Finland; as the weather had been sunny and bright all day, we were awarded with some magnificent and almost surreal colours when the sun finally set. I did not use any filters on these pictures – that was the original view out of my bull’s eye. It was a fitting goodbye – for now, as I plan to come back to Tallinn as soon as possible.

Die Fähre verließ Tallinn gegen 19 Uhr, und wir fuhren langsam Richtung Helsinki, über den Golf von Finnland; da das Wetter den ganzen Tag über sonnig und klar gewesen war, wurden wir mit einem großartigen und fast schon surrealen Farbenspiel belohnt, als die Sonne unterging. Ich habe auf diesen Fotos keinen Filter benutzt – das war wirklich die Aussicht aus meinem Bullauge. Es war ein angemessener Abschied – erstmal, denn ich möchte auf jeden Fall so schnell wie möglich nach Tallinn zurückkehren.

Hyvästi Helsinki.

The last day of the project week is also my last proper day in Helsinki: Tomorrow, I will be travelling to Tallinn and then leave Scandinavia on Sunday. To celebrate an exciting, fun, and informative week, I had a drink in a pub which name might become my new motto for life, and then took a stroll down to the harbour, watching the sunset. Helsinki certainly knew how to bow out in style.

Der letzte Tag der Projektwoche ist auch mein letzter “richtiger” Tag in Helsinki: Morgen geht es nach Tallinn und am Sonntag verlasse ich Skandinavien wieder. Um diese aufregende, lustige und informative Woche angemessen ausklingen zu lassen, habe ich mir ein Cider in einer Bar gegönnt, deren Name mein neues Lebensmotto werden könnte, und ging dann runter zum Hafen, um den Sonnenuntergang zu genießen. Helsinki hat noch einmal alle Register gezogen, um sich eindrucksvoll zu verabschieden.

High up in Espoo.

As quite a few of my fellow lecturers are already flying out on Friday afternoon/evening, Thursday was our last evening together; Anna-Mari and the other organisers had hence invited us to a farewell dinner in an old water tower in Espoo, about 30 minutes by car from Helsinki.

The initial impression was that of a massive spaceship (think Star Wars meets Nazi architecture), but the inside was surprisingly cozy – and the views were amazing.

Da einige meiner Mitstreiter Helsinki bereits am Freitag nachmittag/abend verlassen werden, war Donnerstag unser letzter gemeinsamer Abend; Anna-Mari und die anderen Organisatoren hatten uns daher zu einem Abschiedsessen in einem alten Wasserspeicher in Espoo eingeladen, ca. 30 Minuten Autofahrt von Helsinki entfernt.

Der erste Eindruck war der eines gewaltigen Raumschiffs (irgendwas zwischen Star Wars und Nazi-Architektur), aber das Innere war erstaunlich gemütlich – und die Aussicht war fantastisch.

After good food, lots of laughter, and a bit of spirit intake, we managed to exit the spaceship without any major injuries, drove back to Helsinki and, as we could not get enough of great views, went to a sky bar in the city centre, enjoying the sunset with a couple of drinks.

Nach einem richtig guten Essen, viel Gelächter und ein wenig Alkoholzufuhr schafften wir es, das Raumschiff ohne größere Verletzungen zu verlassen und fuhren zurück nach Helsinki. Da wir immer noch nicht genug von tollen Aussichten hatten, gingen wir zu einer Sky-Bar in der Innenstadt, wo wir den Sonnenuntergang bei ein paar Getränken genossen.

Suomenlinna.

For Tuesday afternoon, the university had organised a trip to Suomenlinna, a former sea fortress built on a couple of islands just off the Helsinki harbour. With – again – perfect weather, 12 of us took the ferry to the islands and walked around for about 2 hours, peering into old houses and bulwarks, climbed walls and crossed bridges, all the time marvelling at the beautiful landscape.

There are around 900 people who live permanently on the islands, but I would be hard-pressed to tell where; most of the building were museums or (former) military installations, so maybe the inhabited part was sealed off to the public. It was nevertheless a truly magnificent experience, finished off with yet another dinner together at a local restaurant.

Für den Dienstag nachmittag hatte die Uni einen Ausflug nach Suomenlinna organisiert, eine alte Seefestung, die auf ein paar Inseln direkt vor Helsinki’s Hafeneinfahrt gebaut wurde. Bei – wieder einmal – perfektem Wetter fuhren zwölf von uns mit der Fähre rüber und wanderten zwei Stunden lang über die Hauptinseln: Wir guckten uns alte Häuser und Bollwerke an, kletterten über Mauern und überquerten Brücken, und waren alle völlig begeistert von der wunderschönen Landschaft.

Es gibt ca. 900 Menschen, die dauerhaft auf den Inseln wohnen, aber ich könnte nicht sagen, wo; die meisten der Gebäude waren entweder Museen oder (ehemalige) Militäranlagen, von daher war der bewohnte Bereich wohl abgesperrt für den Publikumsverkehr. Es war dennoch ein ganz fantastischer Ausflug, den wir mit einem weiteren gemeinsamen Abendessen in einem örtlichen Restaurant Revue passieren ließen.