Yesterdays.

He had bought the tickets long before we met, but it turned out to be wise to get a spare one. My last Guns n’ Roses concert had been exactly 25 years earlier, and while my initial enthusiasm was a bit subdued (Axl Rose and his antics had managed to slightly put me off the group), I was nevertheless keen to see them again – especially in their almost original line-up.

So off we went to Nijmegen, found a parking spot at the edge of the city, and took a bus to the concert area. Inside Goffertpark, we met his brother and waited patiently for the concert to start. I was expecting the worst, but at 8 pm on the dot, the first riffs of “It’s so easy” resounded through the park. We managed to stand fairly close to the stage without being crushed, and soon I realised that I was thoroughly enjoying myself: The band was delivering one hit after another, its members seemed to be in a good mood and ready to give it their all, and I can only raise my hat to Axl Rose and his vocal stamina – that man can still belt it out like the best of them, for a solid 3 hours.

It was a brilliant concert, with my initial restraint giving way to proper excitement; I was singing along to most of the songs and almost had a heart attack when Angus Young joined the band on stage for two songs, including “Whola Lotta Rosie”, one of my all-time favourites. I was in such a good mood that I did not even care that we managed to get on the wrong bus on the way back to the car and had to do an involuntary round-trip through Nijmegen.

Er hatte die Karten schon lange vor unserem Kennenlernen gekauft, aber es war im Nachhinein eine kluge Entscheidung, eine Karte mehr als nötig zu besorgen. Mein letztes Guns n’ Roses-Konzert war ziemlich genau 25 Jahre her, und obwohl meine anfängliche Begeisterung etwas gedämpft war (Axl Rose und seine Mätzchen hatten mir die Lust an der Band etwas verdorben), wollte ich die Band trotzdem unbedingt sehen – besonders in ihrer (fast) Original-Besetzung.

Also ging es nach Nijmegen, wo wir am Stadtrand parkten und dann mit dem Bus Richtung Konzert fuhren. Im Goffertpark trafen wir seinen Bruder und warteten geduldig auf den Beginn des Konzerts. Ich rechnete mit dem Schlimmsten, aber pünktlich um 20 Uhr schallten die ersten Riffs von “It’s so easy” durch den Park. Wir standen relativ nah an der Bühne, ohne dabei zerquetscht zu werden, und es dauerte nicht lange, bis mir auffiel, dass meine Laune immer besser wurde: Die Band lieferte einen Hit nach dem anderen ab, die Mitglieder schienen alle gut gelaunt und gewillt zu sein, alles zu geben, und ich kann vor Axl Rose und seinem Stimmvolumen nur den Hut ziehen – der Mann kann immer noch mit den Besten mithalten, und das geschlagene 3 Stunden lang.

Es war ein tolles Konzert, bei dem meine anfängliche Zurückhaltung schnell völliger Begeisterung wich; ich habe bei den meisten Liedern lauthals mitgesungen und hatte fast einen Herzinfarkt, als auf einmal Angus Young für zwei Lieder mit auf der Bühne stand, darunter “Whole Lotta Rosie”, eines meiner Lieblingslieder. Ich war so gut gelaunt, dass es mir nicht mal was ausgemacht hat, dass wir nach dem Konzert in den falschen Bus gestiegen sind und erst mal eine Ehrenrunde durch Nijmegen drehen mussten, bevor wir wieder beim Auto ankamen.

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Driving into the Sunset.

On the way back from his brother’s birthday, we stopped for a look at the sunset over the fields. The accompanying photo set of us being “romantic” led to much amusement by families and friends and is therefore not published here for a reason.

Auf dem Heimweg vom Geburtstag seines Bruders hielten wir an, um uns den Sonnenuntergang über den Feldern anzusehen. Das dazugehörige “romantische Foto-Set” von uns führte bei Familie und Freunden zu großer Erheiterung und wird daher hier nicht veröffentlicht. 

Making Me Happy.

Sometimes he brings me roses from his garden, and he always prepares breakfast for me with a “smile” – just because he knows it makes me happy.

Manchmal bringt er Rosen aus seinem Garten mit, und er macht mir das Frühstück immer mit einem “Lächeln” – weil er weiß, dass es mich glücklich macht. 

Mis on suurepärane linn!

I used my last day in Scandinavia for a day trip to Tallinn; as it was a Saturday, the ferry was packed with Finnish people ready to get hammered over the weekend on cheap booze in Estonia – a challenge which already started on the ferry. It was my first ferry ride ever where they had a) a live schmaltzy band/singer at 10 am and b) dozens of slightly tipsy Finns singing and dancing along. It felt a bit like “Love Boat” in the Stephen King version, so I spent most of the two hour trip on deck and enjoyed the view.

Ich habe meinen letzten Tag in Skandinavien genutzt, um einen Tagesausflug nach Tallinn zu machen; da es Samstag war, war die Fähre voller Finnen, die es kaum erwarten konnten, sich am Wochenende in Estland mit billigem Alkohol die Kante zu geben – und diese Herausforderung schon auf der Fähre annahmen. Es war meine erste Fährfahrt, bei der es a) bereits um 1o Uhr morgens einen Schlagersänger inklusive Band und b) Dutzende von angetrunkenen Finnen gab, die mitgesungen und -getanzt haben. Es fühlte sich ein bisschen wie die Horrorfilm-Version von “Love Boat” an, also habe ich den Großteils der zweistündigen Überfahrt an Deck verbracht und die Aussicht genossen.

However, Tallinn made up for the “Love Boat” experience – big time. It is one of the most beautiful, interesting, and entertaining cities I have ever visited, and after a couple of hours, I already regretted that I had to return to Helsinki the same evening. There was so much to see, to try and to explore that I only managed to squeeze in about half of what I had actually planned to do. The fact that food and drinks are extremely reasonable priced, especially when you have just come from Finland, is another undeniable advantage.

Tallinn hat diese bizarre Überfahrt aber wieder Wett gemacht – und wie. Die Stadt ist eine der schönsten, interessantesten und unterhaltsamsten, in denen ich je war, und nach ein paar Stunden habe ich es bereits bereut, dass ich am gleichen Abend wieder nach Helsinki zurück musste. Es gab so viel zu sehen, zu entdecken, zu probieren, dass ich nur einen Bruchteil dessen erledigen konnte, was ich mir eigentlich vorgenommen hatte. Die Tatsache, dass Essen und Trinken super günstig sind, vor allem, wenn man gerade aus Finnland kommt, ist definitiv ein weiterer Pluspunkt.

When strolling through the city centre, on little cobbled streets with colourful houses, I encountered a tiny art gallery; I have a tendency to buy art as a “souvenir”, so I went inside and, lo and behold, stumbled across a watercolour painting I immediately liked. The price was good, so within 10 minutes, money was exchanged and the drawing wrapped. Now I just need to get it home in one piece.

Als ich so durch die Innenstadt schlenderte, auf kleinen Kopfsteinstraßen mit bunten Häusern, lief ich an einer kleinen Kunsthandlung vorbei; ich neige dazu, mir Kunst als “Souvenir” mitzunehmen, also ging ich hinein und siehe da – es gab ein Aquarell, das mir direkt gefiel. Der Preis war gut, von daher dauertes es keine 10 Minuten und das Gemälde war bezahlt und verpackt. Jetzt muss ich nur sehen, wie ich es heil nach Hause kriege.

The ferry back left at about 7 pm, and we slowly moved towards Helsinki, across the Gulf of Finland; as the weather had been sunny and bright all day, we were awarded with some magnificent and almost surreal colours when the sun finally set. I did not use any filters on these pictures – that was the original view out of my bull’s eye. It was a fitting goodbye – for now, as I plan to come back to Tallinn as soon as possible.

Die Fähre verließ Tallinn gegen 19 Uhr, und wir fuhren langsam Richtung Helsinki, über den Golf von Finnland; da das Wetter den ganzen Tag über sonnig und klar gewesen war, wurden wir mit einem großartigen und fast schon surrealen Farbenspiel belohnt, als die Sonne unterging. Ich habe auf diesen Fotos keinen Filter benutzt – das war wirklich die Aussicht aus meinem Bullauge. Es war ein angemessener Abschied – erstmal, denn ich möchte auf jeden Fall so schnell wie möglich nach Tallinn zurückkehren.

Hyvästi Helsinki.

The last day of the project week is also my last proper day in Helsinki: Tomorrow, I will be travelling to Tallinn and then leave Scandinavia on Sunday. To celebrate an exciting, fun, and informative week, I had a drink in a pub which name might become my new motto for life, and then took a stroll down to the harbour, watching the sunset. Helsinki certainly knew how to bow out in style.

Der letzte Tag der Projektwoche ist auch mein letzter “richtiger” Tag in Helsinki: Morgen geht es nach Tallinn und am Sonntag verlasse ich Skandinavien wieder. Um diese aufregende, lustige und informative Woche angemessen ausklingen zu lassen, habe ich mir ein Cider in einer Bar gegönnt, deren Name mein neues Lebensmotto werden könnte, und ging dann runter zum Hafen, um den Sonnenuntergang zu genießen. Helsinki hat noch einmal alle Register gezogen, um sich eindrucksvoll zu verabschieden.

High up in Espoo.

As quite a few of my fellow lecturers are already flying out on Friday afternoon/evening, Thursday was our last evening together; Anna-Mari and the other organisers had hence invited us to a farewell dinner in an old water tower in Espoo, about 30 minutes by car from Helsinki.

The initial impression was that of a massive spaceship (think Star Wars meets Nazi architecture), but the inside was surprisingly cozy – and the views were amazing.

Da einige meiner Mitstreiter Helsinki bereits am Freitag nachmittag/abend verlassen werden, war Donnerstag unser letzter gemeinsamer Abend; Anna-Mari und die anderen Organisatoren hatten uns daher zu einem Abschiedsessen in einem alten Wasserspeicher in Espoo eingeladen, ca. 30 Minuten Autofahrt von Helsinki entfernt.

Der erste Eindruck war der eines gewaltigen Raumschiffs (irgendwas zwischen Star Wars und Nazi-Architektur), aber das Innere war erstaunlich gemütlich – und die Aussicht war fantastisch.

After good food, lots of laughter, and a bit of spirit intake, we managed to exit the spaceship without any major injuries, drove back to Helsinki and, as we could not get enough of great views, went to a sky bar in the city centre, enjoying the sunset with a couple of drinks.

Nach einem richtig guten Essen, viel Gelächter und ein wenig Alkoholzufuhr schafften wir es, das Raumschiff ohne größere Verletzungen zu verlassen und fuhren zurück nach Helsinki. Da wir immer noch nicht genug von tollen Aussichten hatten, gingen wir zu einer Sky-Bar in der Innenstadt, wo wir den Sonnenuntergang bei ein paar Getränken genossen.

Suomenlinna.

For Tuesday afternoon, the university had organised a trip to Suomenlinna, a former sea fortress built on a couple of islands just off the Helsinki harbour. With – again – perfect weather, 12 of us took the ferry to the islands and walked around for about 2 hours, peering into old houses and bulwarks, climbed walls and crossed bridges, all the time marvelling at the beautiful landscape.

There are around 900 people who live permanently on the islands, but I would be hard-pressed to tell where; most of the building were museums or (former) military installations, so maybe the inhabited part was sealed off to the public. It was nevertheless a truly magnificent experience, finished off with yet another dinner together at a local restaurant.

Für den Dienstag nachmittag hatte die Uni einen Ausflug nach Suomenlinna organisiert, eine alte Seefestung, die auf ein paar Inseln direkt vor Helsinki’s Hafeneinfahrt gebaut wurde. Bei – wieder einmal – perfektem Wetter fuhren zwölf von uns mit der Fähre rüber und wanderten zwei Stunden lang über die Hauptinseln: Wir guckten uns alte Häuser und Bollwerke an, kletterten über Mauern und überquerten Brücken, und waren alle völlig begeistert von der wunderschönen Landschaft.

Es gibt ca. 900 Menschen, die dauerhaft auf den Inseln wohnen, aber ich könnte nicht sagen, wo; die meisten der Gebäude waren entweder Museen oder (ehemalige) Militäranlagen, von daher war der bewohnte Bereich wohl abgesperrt für den Publikumsverkehr. Es war dennoch ein ganz fantastischer Ausflug, den wir mit einem weiteren gemeinsamen Abendessen in einem örtlichen Restaurant Revue passieren ließen.