Inspiration.

Two weeks ago, a lecturer from one of our partner universities in South Africa visited us for a couple of days. The head of our International Office had informed us that Jacques was interested in attending some lecturers, so he went along with a couple of my colleagues and also visited two of my classes. He told me afterwards that he loved my teaching style, and that I was the quintessential German to him (huh?) – efficient, straight-forward, confident. I took it as a compliment, but did not think much of it.

Today, I got an email from Jacques, and I realised that maybe I had made a more lasting impression on him than I thought:

Dear Tinka

Now that I’m back home and back into the swing of things, I had some time to reflect over my visit to Germany.

Firstly, I have to admit that I miss the University and the students, specially the way you lecture over there. It had been a complete eye opener to me and made me completely rethink my methods and the way I am doing things in a class. And I’m glad to say that I have decided to make radical changes to my methods, which will surely take up a lot of time to set up and prepare.

So why am I telling you all this? The reason is that I have to thank you from the depths of my heart for restart that fire I had for teaching many years ago and sadly allowed to die out because of just going through the motions day to day. You have that fire and love that I used to have and thanks to you I think I have found it again.

Thank you so much for allowing me to join the classes and be part of them. I have enjoyed every second of them.

I have had students thanking me for my courses, but this is the first time a fellow lecturer told me I was an inspiration to him. To be honest, I am rather touched.

Vor zwei Wochen war ein Dozent von einer unserer Partner-Universitäten in Südafrika für ein paar Tage bei uns zu Besuch. Die Leiterin des International Office hatte uns im Vorfeld informiert, dass Jacques gerne ein paar Vorlesungen besuchen wollte, also ging er bei einigen meiner Kollegen mit in die Seminare und schaute sich auch zwei meiner Kurse an. Er sagte mir danach, dass er meinen Unterrichtsstil total klasse fand, und dass ich für ihn eine typische Deutsche sei (häh?) – effizient, sehr direkt, selbstbewusst. Ich hab es mal als Kompliment angenommen, mir aber nichts weiter dabei gedacht.

Heute habe ich eine Email von Jacques bekommen, und mir ist klar geworden, dass ich vielleicht doch einen etwas stärkeren Eindruck bei ihm hinterlassen habe, als ich gedacht hatte:

Liebe Tinka,

nachdem ich jetzt wieder zuhause bin und der Alltag mich eingeholt hat, hatte ich endlich Gelegenheit, meine Zeit in Deutschland zu reflektieren.

Erstmal muss ich zugeben, dass ich die Universität und die Studierenden vermisse, besonders die Art und Weise, wie Ihr dort Unterricht abhaltet. Es hat mir absolut die Augen geöffnet und dazu geführt, dass ich meine ganzen Methoden und meine Vorgehensweise im Seminar noch mal überdacht habe. Und ich bin froh, dass ich mich jetzt dazu entschlossen habe, ein paar radikale Veränderungen bei meinen Methoden vorzunehmen, auch wenn die Vorbereitung und Umsetzung sicherlich noch etwas dauern werden.

Warum ich Dir das alles erzähle? Der Grund dafür ist, dass ich Dir aus tiefstem Herzen danken muss. Das Feuer in meinem Herzen, das ich jahrelang beim Unterrichten hatte, aber das ich leider durch tägliche Routine habe ausgehen lassen, wurde durch Dich wieder in Brand gesteckt. Du hast dieses Feuer und die Liebe, die ich mal hatte, und dank Dir habe ich beides wieder gefunden.

Ich danke Dir von ganzem Herzen, dass ich an Deinem Unterricht teilnehmen durfte. Ich habe jede Sekunde genossen.

Ich hatte bereits Studenten, die sich bei mir für die Seminare bedankt haben, aber das ist der erste Dozent, der mir sagt, ich sei eine Inspiration für ihn. Ich bin ehrlich gesagt ziemlich gerührt.

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