I wanted to be an astronaut.

My grandmother used to pick me up from kindergarden; I spent the lunchtime and afternoon with my grandparents until my parents collected me at dinner time. Nan and I had to stop at a traffic light on our way home; next to it was an advertising column. I already knew the letters of the alphabet, and while we were waiting for the light to turn green, I tried to mentally string them together to create something meaningful. My memory of that time is a bit hazy (I was four years old, after all), but I do remember my nan being rather baffled when I started to read out a poster on said column.

When I realised that letters could be combined to words, and words to sentences, and sentences to stories, it opened a whole galaxy of information, and knowledge, and adventure, and worlds that were new and exciting and mesmerizing; I was completely hooked and read everything I could get my hands on (to this day, my mother vividly recalls an incident in which she watched a TV feature on Francois Truffaut who had died the day before. When she wondered out loud how he had died, I told her: “Brain tumor. Read it in the newspaper.” I was seven.).

I spent hours in the library, wanted books and nothing else for my birthdays, and was spellbound by the things I discovered through reading. By the time I entered primary school, I wanted to become an astronaut, thanks to the information I had gathered about stars, planets, and space in general (there is also a more personal side to it, but this is a story told at bonfires or walks in the snow). More than 30 years later, this is still my dream job, to be honest.

When I was about eight, I fell in love with Sherlock Holmes; he introduced me to human behaviour, logical deductions, and, most important of all, science. I asked for a chemistry set and a microscope and got both (I am still grateful to my parents for supporting all most of the wild ideas I had as a child); my love for anything scientific even led to me taking up Latin in year 7 to be able to understand the different taxonomy names of sea dwellers, as by then I had my mind set on a career as a marine biologist. Before that, I had flirted with thoughts of becoming a seismologist, a behavioural geneticist, an archaeologist, a pathologist, a neuroscientist, or an explosives engineer (seriously).

In my teenage years, I started to read a whole bunch of history books, particularly about the Nazi era. It was difficult for me to get my head around the fact that seemingly normal people did unspeakable crimes; it was then that my attention turned to forensic psychology which, mixed with my fascination for forensic sciences in general, made me consider a career in criminology. At the same time, I wanted to become a war correspondent, uncovering the same kind of stories that the media in the Nazi era had kept quiet about, making sure that this time, the victims would be heard. At 18, I took on a job in the entertainment industry, suddenly getting interested in crowd control management, flight behaviour, and structural engineering.

Ultimately, and as most of you know, I ended up in a very different profession (after taking some detours on the way). I am quite satisfied with my job; but now that I need to make a decision on what kind of PhD research I want to pursue, all these memories come back to haunt me. There is so much I would like to look into, so much I want to discover and uncover, that I am feeling stuck; I need to commit to a research area which will hopefully turn into a very exciting journey, and yet I am afraid I will miss out on other things that could be equally rewarding and – most importantly – more stimulating. So instead of getting enthusiastic about my future PhD research, I am getting more and more frustrated – what the heck am I supposed to choose?!

Meine Oma hat mich oft vom Kindergarten abgeholt; ich habe das Mittagessen und die Nachmittage bei meinen Großeltern verbracht, bis meine Eltern mich zur Abendbrotzeit abgeholt haben. Oma und ich mussten auf dem Weg nach Hause an einer Ampel anhalten; direkt daneben stand eine Litfaßsäule. Ich kannte bereits das Alphabet, und während wir so darauf warteten, dass es grün wurde, versuchte ich, die Buchstaben zu etwas Sinnvollem zusammen zu fügen. Meine Erinnerung an diese Zeit ist etwas schwammig (ich war allerdings auch erst vier Jahre alt), aber ich weiß noch, dass meine Oma ziemlich verdutzt war, als ich plötzlich anfing, eines der Plakate auf der Litfaßsäule vorzulesen.

Als ich merkte, dass man Buchstaben zu Worten kombinieren kann, und Wörter zu Sätzen, und Sätze zu Geschichten, öffnete das eine völlig neue Galaxie für mich, voller Informationen und Wissen und Abenteuer und Welten, die unbekannt und aufregend und faszinierend waren. Ich war völlig besessen und las alles, was ich in die Finger kriegen konnte (meine Mutter erinnert sich noch heute lebhaft an einen Vorfall, bei dem sie eine Sondersendung zum Tod von Francois Truffaut sah, der einen Tag zuvor gestorben war. Als sie sich wunderte, woran er wohl gestorben war, antwortete ich: “Gehirntumor. Hab ich in der Zeitung gelesen”. Ich war sieben.).

Ich verbrachte Stunden in der Bücherei, wollte nichts als Bücher zu meinen Geburtstagen, und war hingerissen von den Dingen, die ich beim Lesen entdeckte. Als ich in die Grundschule kam, wollte ich Astronaut werden, auf Grund der Informationen, die ich über Sterne, Planeten und das Weltall im Allgemeinen zusammen getragen hatte (es gibt auch einen etwas persönlicheren Aspekt bei dieser Entscheidung, aber den kann man am besten am Lagerfeuer oder bei einem Spaziergang im Schnee erzählen). Mehr als 30 Jahre später ist Astronaut immer noch mein Traumberuf, wenn ich ehrlich sein soll.

Als ich ungefähr acht Jahre war, verliebte ich mich in Sherlock Holmes; er zeigte mir menschliches Verhalten, logisches Denken und – ganz wichtig – die Wissenschaft. Ich wollte einen Chemiebaukasten und ein Mikroskop haben und bekam beides (ich bin meinen Eltern immer noch dankbar, dass sie alle die meisten der verrückten Dinge mitgemacht haben, die ich als Kind so vorhatte); meine Liebe für alles Wissenschaftliche führte sogar dazu, dass ich in der 7. Klasse Latein als 2. Fremdsprache wählte, damit ich die unterschiedlichen taxonomischen Begriffe von Meerestieren übersetzen konnte, da ich zu diesem Zeitpunkt eine Karriere als Meeresbiologin ins Auge gefasst hatte. Davor hatte ich mit dem Gedanken gespielt, entweder Seismologe, Verhaltensgenetiker, Archäologe, Pathologe, Neurowissenschaftler oder Sprengmeister (ja, ernsthaft) zu werden.

Als Jugendliche fing ich an, vorrangig Geschichtsbücher zu lesen, vor allem über die Nazi-Zeit. Es fiel mir schwer zu verstehen, was vermeintlich normale Menschen dazu trieb, unvorstellbare Verbrechen zu begehen; damals begann ich, mich für forensische Psychologie zu interessieren, was zusammen mit meiner generellen Faszination für forensische Wissenschaften dazu führte, dass ich eine Tätigkeit in der Kriminologie in Betracht zog. Gleichzeitig wollte ich gerne Kriegsberichterstatterin werden, um über die Art von Nachrichten zu berichten, die die Medien in der Nazi-Zeit verschwiegen hatten, und um sicherzugehen, dass die Opfer dieses Mal gehört wurden. Mit 18 bekam ich einen Job in der Veranstaltungsbranche und fand es plötzlich spannend, mich über die Koordinierung von Menschenmassen, Fluchtverhalten, und Baukonstruktionen zu informieren.

Letztendlich (und wie viele von Euch wissen) endete ich in einem völlig anderen Tätigkeitsfeld (nachdem ich einige Umwege genommen hatte). Ich bin mit meinem Job sehr zufrieden, aber jetzt geht es darum, mir ein Thema für meine Doktorarbeit auszusuchen, und diese ganzen Erinnerungen machen mir die Entscheidung nicht gerade leichter. Es gibt so viele Dinge, die ich gerne näher untersuchen möchte, so viele Dinge, die ich entdecken und aufdecken möchte – ich fühle mich gerade total festgefahren. Ich möchte mich einem Forschungsfeld widmen, das sich hoffentlich zu einer aufregenden Reise entwickelt, und gleichzeitig mache ich mir Sorgen, dass ich dadurch andere Dinge vernachlässigen muss – Dinge, die vielleicht ebenfalls spannend und eventuell noch stimulierender wären.  Anstatt mich also auf meine zukünftige Forschung zu freuen, werde ich immer frustrierter – für was zum Henker soll ich mich entscheiden?!

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