Life is what happens while you are busy making other plans.

The neglect of this blog for the last 3 weeks is a fitting mirror of my social life in said time. Even though I met my parents and most of my friends in the four weeks since coming back from the UK, I have noticeable withdrawn myself from any social circles, resulting in missed appointments and forgotten birthdays. I can’t really explain my behaviour, but I reckon that my current emotional and mental state has a certain influence on it. As I have mentioned earlier, some thinking was going on after my return.

Well, to be precise the thinking had already started at Stansted Airport, resulting in a flood of tears and a sobbing call to Detti as I suddenly realized that I will never be able to have both: Germany and the UK. I need to choose between staying in Germany, with the comfortable, pleasant and entertaining life I have, or taking the plunge and move to the UK to comply with a strange want which pulls me towards the island. I had dreamt of doing both – somehow managing to maintain and secure my German existence whilst building a new life and home in the UK, being a comfortable wanderer between two worlds.

But it won’t happen. Unless I win the jackpot (rather unlikely given the odds, especially so as I don’t even play the lottery), there is no chance of me having enough money to be able to afford two residences at once, let alone the constant flights back and forth. There will be no two houses and no two homes – the realistic approach is that I can only lead one life, and I need to make up my mind as to where. This realization, suddenly dawning on me at Stansted Airport, hit me harder than I would have thought (and yes, you may call me naive at this point), as I understood that in the end it’s all about making a choice.

Shall I stay in Germany, a country where my roots are, where the majority of my family and friends live, where I work in a fantastic and well-paid job, where I have got a wonderful home, and where a rather auspicious future lies ahead of me? Or shall I ignore all this for the nagging feeling that the UK might not be able to offer me the same, but different and equally exciting possibilities? I am torn between the comfort of what I know and treasure, of emotional security and a steady income, and the adventures of the unknown, the desire to explore new things, the feeling of “this can’t be all there is”.

I was (and still am) so keen on leaving all doors open that I have decided to pursue another study – not only for the sake of getting a further qualification for a job in the UK, but also to keep myself busy with productive work instead of “what if”. Plans were made for how long I needed to study to be able to get the degree, and which universities would then let me enter a PhD programme. Application forms were dispatched, translations were made, research was carried out.

And then I read Liv’s entry on plans vs choices in which she very distinctly and eloquently not only laid out the difference between these things, but also came to the wise conclusion that choices are ultimately harder to make. I was still digesting the article when she sent me an email asking, “Still torn between heart and home?” which had me thinking even more. What if all my plans are leading in the wrong direction? What if I gave up home, but would never be able to get the feeling for it back? What if my heart is actually daft and does not know what’s supposedly good for me?

So my state of mind was chaotic at best when last week I got an email from one of my colleagues/supervisors at university. Out of the blue, Jennifer offered me a part-time position for a period of two years. The job consists of things I already do, but also offers tasks I would really like to delve into. Nothing has been decided yet as the bureaucratic mills of the university grind slowlier than God’s, but regardless of what comes out of it – I have realized that while it’s good to have a plan, to try and map out your future, to get a sense of direction, eventually it’s your choices that define your life.

Die Vernachlässigung dieses Blogs in den letzten drei Wochen spiegelt ganz gut mein Privatleben in eben dieser Zeit wider. Obwohl ich in den vier Wochen seit meiner Rückkehr aus Großbritannien sowohl meine Eltern als auch die meisten meiner Freunde gesehen habe, hab ich mich dennoch deutlich aus sämtlichen sozialen Kreisen zurückgezogen, was zu verpassten Terminen und vergessenen Geburtstagen führte. Ich kann mein Verhalten nicht wirklich erklären, aber ich schätze, dass mein derzeitiger emotionaler und mentaler Zustand einen gewissen Einfluss darauf hat. Wie ich bereits erwähnt habe, ging nach meiner Rückkehr das große Nachdenken los. 

Ok, genaugenommen fing das Denken bereits am Flughafen Stansted an, was zu einer Tränenflut und einem schluchzenden Anruf bei Detti führte, als mir plötzlich klar wurde, dass ich niemals in der Lage sein werde, beides zu haben: Deutschland und Großbritannien. Ich muss mich entscheiden zwischen dem Verbleib in Deutschland, mit dem behaglichen, angenehmen und unterhaltsamen Leben, das ich hier führe, oder den Schritt wagen und nach Großbritannien ziehen, um dem seltsamen Verlangen nachzugeben, das mich in Richtung Insel zieht. Ich hatte immer davon geträumt, beides zu haben – dass ich es irgendwie schaffen würde, meine deutsche Existenz beizubehalten und abzusichern, während ich mir ein neues Leben und Zuhause in Großbritannien aufbaue, quasi als entspannter Wanderer zwischen zwei Welten. 

Aber das wird nicht passieren. Sofern ich nicht den Jackpot gewinne (was eher unwahrscheinlich ist, wenn man die Quoten bedenkt, vor allem, da ich nicht mal Lotto spiele), wird es keine Chance geben, dass ich genug Geld habe, um in der Lage zu sein, zwei Wohnsitze zu finanzieren, geschweige denn die ständigen Flüge hin und zurück. Es wird keine zwei Häuser und zwei Heimaten geben – der realistische Denkansatz sagt mir, dass ich nur ein Leben führen kann, und ich muss mir darüber klar werden, wo das sein wird. Diese Erkenntnis, die mir plötzlich am Flughafen Stansted dämmerte, hat mich stärker getroffen, als ich gedacht hätte (und ja, man darf mich an dieser Stelle naiv nennen), da ich verstanden habe, dass es am Ende darauf hinausläuft, eine Entscheidung zu treffen. 

Soll ich in Deutschland bleiben, einem Land, in dem meine Wurzeln liegen, in dem der Großteil meiner Familie und Freunde lebt, in dem ich in einem fantastischen und gut bezahlten Job arbeite, in dem ich ein wunderbares Zuhause habe, und eine doch eher vielversprechende Zukunft vor mir liegt? Oder soll ich all dies ignorieren für das bohrende Gefühl, dass Großbritannien mir vielleicht nicht die gleichen, aber andere und ebenso aufregende Möglichkeiten bieten kann? Ich bin hin- und hergerissen zwischen den Annehmlichkeiten dessen, was ich mag und schätze, der emotionalen Sicherheit und dem geregelten Einkommen, und dem Abenteuer des Unbekannten, dem Wunsch, neue Dinge zu erforschen, dem Gefühl des “Das kann nicht alles gewesen sein”. 

Ich war (und bin) so versessen darauf, mir alle Möglichkeiten offen zu halten, dass ich mich dazu entschieden habe, ein weiteres Studium durchzuziehen – nicht nur im Sinne einer zusätzlichen Qualifikation für einen Job in Großbritannien, sondern auch, um mich mit produktiver Arbeit zu beschäftigen anstatt mit “Was wäre, wenn”. Es wurden Pläne gemacht, wie lange ich studieren muss, um den entsprechenden Abschluss zu erhalten, und welche Universitäten mich für ein Doktoranden-Programm zulassen würden. Bewerbungsformulare wurden verschickt, Übersetzungen wurden gemacht, Recherchen wurden durchgeführt.

Und dann las ich Liv‘s Artikel über Pläne kontra Entscheidungen, in dem sie sehr genau und wortgewandt nicht nur den Unterschied zwischen diesen beiden Dingen darlegte, sondern auch zu der weisen Schlussfolgerung kam, dass Entscheidungen einem letztendlich schwerer fallen als Pläne schmieden. Ich war noch dabei, den Artikel zu verdauen, als ich eine Email von ihr bekam, in der sie mich fragte, “Immer noch hin- und hergerissen zwischen Herz und Heimat?”, was mich noch mehr zum Nachdenken brachte. Was, wenn alle meine Pläne in die falsche Richtung führen? Was, wenn ich meine Heimat aufgebe, aber das Gefühl dafür nicht mehr wiederfinden kann? Was, wenn mein Herz eigentlich total dämlich ist und nicht weiß, was vermeintlich gut für mich ist?

Von daher kann man meinen Gemütsverfassung bestenfalls als chaotisch beschreiben, als ich letzte Woche eine Email von einer meiner Kolleginnen an der Hochschule erhielt. Völlig unerwartet hat Jennifer mir eine Teilzeitstelle für 2 Jahre angeboten. Die Stelle beinhaltet viele Dinge, die ich bereits jetzt tue, aber bietet auch Aufgaben, mit denen ich mich sehr gerne näher befassen würde. Noch ist nichts entschieden, da die Mühlen an der Hochschule langsamer mahlen als die von Gott, aber egal, wie die Sache ausgeht – mir ist klar geworden, dass es zwar gut ist, einen Plan zu haben, zu versuchen, die eigene Zukunft zu entwerfen, ein Gespür für die Richtung zu entwickeln, aber letztendlich sind es unsere Entscheidungen, die unser Leben definieren. 

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One thought on “Life is what happens while you are busy making other plans.

  1. Mama 26 April 2012 / 7:10 am

    Meine liebe Cathrin,
    es ist schwer, im Leben Entscheidungen zu treffen, wenn das Herz und der Verstand unterschiedliche Dinge fühlen bzw. denken/wissen. Aber ganz gleich, wie Du Dich in bezug auf Deine Zukunft entscheiden wirst: Ich bin immer für Dich da und liebe Dich sehr.
    Mama

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