Solitude.

My dad will finally retire this summer. It is well-deserved – he is turning 64 next month and has worked hard for about 50 years now, and I am happy for him to finally be able to sleep in, do some handcraft, renovate the flat. But I also remember how worried my mum and I were when we thought about how dad would spend his days – all alone at home (my Mum is still working), holing up in his hobby room, probably not going out for days on end. I kept thinking about this, and suddenly it hit me that I probably wouldn’t do things any differently.

Most people won’t believe this but I am a pretty private person. I mean … there is a reason why I live in the middle of the woods. A lot of people even comment on this, but never seem to really ask themselves why I live so isolated. So when I tell them that I pretty much like being alone and sometimes don’t speak for days when I am at home, they always chuckle and say, “Yeah, right!”. Apparently, people find it easier to believe that I talk to the walls than be quiet for hours. But it’s indeed the truth – I like being alone. Don’t get me wrong, I also like company – I don’t mind having people round, maybe even staying for a couple of days. But even though I enjoy having visitors, I can honestly say that I also enjoy them leaving. That’s sounds quite cruel, but it’s not. It’s just saying that I am happy when I am back on my own.

I think I have got this from my parents. Both my dad and my mum are fairly solitary persons which is actually funny as they are rather animated and chatty in company. But they can also complete withdraw themselves and spend hours, if not days, on their own without talking to somebody. So I guess it’s something I have inherited from both of them. It does not worry me, though, but it might get tricky if I ever got a partner – to have somebody accept me the (weird) way I am. And sometimes I wonder if I am actually meant to be part of a relationship, or if I was just designed to be single forevermore.

Mein Papa wird diesen Sommer endlich in Rente gehen. Der Schritt ist wohlverdient – er wird nächsten Monat 64 und hat mehr oder weniger 50 Jahre lang hart gearbeitet, und ich freue mich für ihn, dass er endlich ausschlafen kann, handwerkeln darf, die Wohnung renovieren wird. Aber ich erinnere mich noch gut daran, wie besorgt meine Mutter und ich waren, als uns klar wurde, wie Papa seine Tage verbringen wird – ganz allein zuhause (meine Mutter ist noch berufstätig), eingemummelt in seinem Werkraum, wahrscheinlich tagelang nicht das Haus verlassend. Ich konnte nicht aufhören, darüber nachzudenken, und auf einmal fiel mir auf, dass ich es wahrscheinlich nicht anders machen würde. 

Die meisten Menschen werden das nicht für möglich halten, aber ich bleibe gerne für mich. Es gibt schließlich einen Grund dafür, dass ich am Ende der Welt lebe. Viele Leute sprechen mich sogar auf diesen Umstand an, und dennoch scheint sich niemand zu fragen, warum ich so isoliert lebe. Wenn ich also anderen Menschen erzähle, dass ich gerne alleine bin und manchmal zuhause tagelang nichts von mir gebe, fangen sie an zu grinsen und sagen Dinge wie, “Nee, is klar!”. Offenbar ist es für manche Menschen einfacher, sich vorzustellen, dass ich mit der Wand rede, als dass ich stundenlang schweige. Aber es entspricht die Wahrheit – ich bin gerne alleine. Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Ich bin auch gerne in Gesellschaft – ich habe gerne Menschen um mich, auch als Besuch für ein paar Tage. Aber obwohl ich es schön finde, Besuch zu haben, muss ich ehrlich sagen, dass ich es auch genieße, wenn der Besuch wieder abfährt. Das klingt ziemlich fies, aber so ist es nicht gemeint. Ich will damit nur sagen, dass ich es schön finde, wieder Zeit für mich zu haben. 

Ich glaube, ich habe diese Einstellung von meinen Eltern geerbt. Sowohl mein Papa als auch meine Mama sind im Grunde genommen Einzelgänger, was irgendwie amüsant ist, wenn man bedenkt, wie lebhaft und gesprächig sie in Gesellschaft anderer sind. Von daher schätze ich, dass ich dieses Verhalten von beiden geerbt habe. Es macht mir zwar nichts aus, so zu sein, aber es könnte kompliziert werden, falls ich jemals wieder einen Partner finden sollte – jemanden, der mich und meine (merkwürdige) Art akzeptieren kann. Und manchmal frage ich mich, ob ich überhaupt als Teil einer Partnerschaft funktionieren kann, oder ich dafür bestimmt bin, auf ewig alleine zu bleiben.

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