Bochum vs. St. Pauli.

It had been ages since I last went to a Pauli match – I reckon it was about 15 years ago. Living 400 kilometres away from Hamburg (and at times, it was a lot more) doesn’t help, and somehow I had never managed to go to an away match. But when I was in Hamburg in June, Jen and I talked about going to the Bochum match, and we actually pulled it through. And it was great – we managed to get some really good standing rooms, right in the centre of the Pauli fanbase (and smack in the middle of the ultras). The atmosphere was excellent, even though we almost had the first free-for-all after less than 5 minutes: Some Bochum fans in the block next to ours were insulting some of the foreign Pauli players – and Pauli fans don’t take racism lightly. When the first fans from our side started to climb the fence to the neighbouring block, Jen and I exchanged worried looks and started yelling at them to cut the crap. 3 minutes later, Bochum scored and interestingly, this seemed to distract either fans from any animosities. Pauli started off badly and needed about half an hour to get into the game – but then they had some really nice moves, one of them leading to the equaliser. During the half-time break, we started chatting with the guys around us which is something I really like not only about Pauli, but about football in general: It’s incredible how fast you become acquainted with people just by cheering for the same team. The other thing I love about football is the fact that being a proper fan means you don’t just sit on your arse for 90 minutes – no, being a real fan means singing, jumping, and clapping pretty much 90 minutes in a row. You see, being a fan is actually a sport and sometimes more exhausting than playing football.

For whatever reason, Pauli could not carry its momentum from the first half-time into the second, so it was “Tear your hair and bite your nails” time again. More than once Bochum was close to a go-ahead goal, but Pauli got lucky and eventually picked up the speed again. After some unsuccessful attempts, Pauli finally scored in the 84th minute – and the rest was pandemonium. It was raining beer as hundreds of Pauli fans yanked up their arms, I got high-fived and hugged and kissed by strangers, and the singing stepped up a notch (which I thought was impossible, but there you go). It was really nice to attend a match which was won, but that wasn’t even importing to me – I realized how much I missed being in a stadium, surrounded by fans with the same love for the game (and a particular club). Time to make some travel arrangements for this season.

Es war schon Ewigkeiten her, dass ich das letzte Mal bei einem Pauli-Spiel war – ich schätze mal, dass es vor ca. 15 Jahre war. Ich lebe 400 km von Hamburg entfernt (und streckenweise war es noch deutlich mehr), und irgendwie hatte ich es nie geschafft, zu einem Auswärtsspiel zu gehen. Aber als ich im Juni in Hamburg war, haben Jen und ich darüber gesprochen, zum Bochum-Spiel zu fahren, und wir haben es tatsächlich durchgezogen. Und es war großartig – wir hatten wirklich gute Stehplätze, direkt bei den anderen Pauli-Fans (und mitten zwischen den Ultras). Die Stimmung war ausgezeichnet, obwohl wir nach weniger als 5 Minuten fast die erste Massenschlägerei gehabt hätten: Ein paar Bochum-Fans aus dem Block neben uns haben einige der ausländischen Pauli-Spieler beschimpft – und Pauli-Fans nehmen Rassismus nicht auf die leichte Schulter. Als die ersten Fans von unserer Seite anfingen, den Zaun zum Nachbarblock hochzuklettern, tauschten Jen und ich besorgte Blicke aus und riefen den Typen zu, dass sie den Scheiß gefälligst lassen sollten. 3 Minuten später schoss Bochum ein Tor, was interessanterweise dazu führte, dass beide Fan-Seiten von jeglichen Feindseligkeiten abgelenkt wurden. Pauli fing schlecht an und brauchte eine knappe halbe Stunde, um ins Spiel zu finden – aber dann hatten sie einige wirklich schöne Spielzüge, von denen einer zum Ausgleich führte. Während der Halbzeit-Pause fingen wir an, uns mit den Leuten um uns herum zu unterhalten, und genau das mag ich so, nicht nur bei St. Pauli, sondern beim Fußball im Allgemeinen: Es ist unglaublich, wie schnell man mit Leuten ins Gespräch kommt, nur weil man das selbe Team anfeuert. Die andere Sache, die ich am Fußball liebe, ist die Tatsache, dass ein ordentlicher Fan nicht 90 Minuten auf seinem Hintern rumsitzt – nein, ein richtiger Fan singt, hüpft und klatscht mehr oder weniger 90 Minuten am Stück. Wie man sieht, ist das Fan-Dasein ein ernstzunehmender Sport und manchmal anstrengender als Fußballspielen.

Aus irgendeinem Grund konnte Pauli seinen Schwung aus der ersten Halbzeit nicht in die zweite mitnehmen, also war wieder “Haare raufen und Nägel beißen” angesagt. Mehr als einmal hatte Bochum die Chance auf den Führungstreffer, aber Pauli hatte Glück und konnte schließlich wieder Fahrt aufnehmen. Nach einigen erfolglosen Versuchen traf Pauli dann endlich in der 84. Minute – und der Rest war wildes Durcheinander. Es regnete Bier, als Hunderte von Pauli-Fans ihre Arme in die Höhe rissen, ich wurde von Fremden abgeklatscht und umarmt und geküsst, und die Gesänge legten noch mal einen Zahn zu (was ich für unmöglich gehalten hätte, aber es geht). Es war wirklich toll, bei einem Sieg dabei zu sein, aber das war für mich noch nicht mal so wichtig – mir ist klar geworden, wie sehr ich es vermisst habe, in einem Stadium zu sein, umgeben von Fans mit der gleichen Liebe für das Spiel (und einen bestimmten Verein). Es wird Zeit, Reisevorkehrungen für diese Saison zu treffen.

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