Lucky me.

I have thought about the definition of happiness in the last days. Not in a philosophical sense, but rather what happiness means to me on a personal level. Because I am happy, and I am sometimes surprised that apparently not too many people are able to share this feeling. Ok, everybody defines happiness differently, and maybe I don’t have high demands. But I don’t think so. Happiness is not something momentarily for me – I do have special moments of happiness, but in my case happiness is rather something I can draw on all the time. It’s constantly inside me, like a pond or a lake. The water level might change from time to time, but the pond itself is always there, and it is continuously refilled just by me living my life. But that wasn’t always the case. I needed 30 years to understand that happiness is not something you can work for or get as a gift, but something you have to find in yourself. Happiness has got nothing to do with wealth or security, and only partially with other people. For me, happiness is about love – the love for life, the love for other people, but especially the love for yourself.

In the last three years, my life has changed, and even more so have I. It might not be obvious on the outside – my parents, family, and friends would probably say I am still the “old” Tinka. But I am aware of it, in my heart and in my head. I have always been loved, by my parents and family, by my friends, by my partners. But I just couldn’t understand why they love me, as I could not see what they apparently see. And then I had a bad car accident, my mother got ill, and my cousin committed suicide – all within two years. A psychologist asked me during this time if I loved myself. I thought that was a really daft question and replied that I am kinda alright. So she challenged me to say it out loud –  “I love myself”. I thought that was even dumber, but she insisted. I couldn’t. I couldn’t say that sentence. Instead I started to cry.

After that, I started to live my life differently. I don’t have to perfect. I also don’t need to work to capacity all the time. It’s totally fine to take some time out and just sit and watch people, animals or nature for an afternoon. I don’t have to be busy all the time, I don’t have to be on the move all the time, and above all, I don’t have to justify my actions to my inner self. By now, I am chuffed about stuff and enjoy things which others might find trifling, and I appreciate the time I can spend with loved ones.

I am happy because I have great parents, a terrific family, and few, but brilliant friends. I am happy because I have got a job which isn’t only fun to me, but apparently gives others joy as well. I am happy because I have got enough money to sustain a good life, I am my own boss, and I can live my life the way I fancy it. I am happy because I live in a free and democratic country which provides me with all the private and professional possibilities I could ask for. I am happy because some furry creatures are tickled pink every time I come home. I am happy because I am healthy, can use all my senses, and do not rely on other people’s help. I am happy because I appreciate the things I have. I am happy because I feel loved and accepted and respected. I am happy because I am who I am and I am alllowed to be who I am. I am happy because I have understood that there is only one person who can principally make me happy – and that is me.

***

Ich habe in den letzten Tagen darüber nachgedacht, was Glück ist. Nicht in einem philosophischen Sinne, sondern eher, was Glück für mich persönlich bedeutet. Denn ich bin glücklich, und manchmal wundert es mich, dass es scheinbar nicht sehr viele Menschen gibt, die das von sich sagen können. Nun definiert ja jeder sein Glück anders, und vielleicht habe ich einfach nur sehr geringe Ansprüche. Aber das glaube ich nicht. Für mich ist Glück nichts momentanes – ich empfinde zwar auch besondere Glücksmomente, aber Glück ist in meinem Fall eher etwas, auf das ich ständig zurückgreifen kann. Es ist konstant in mir, wie ein Teich oder See. Manchmal ist der Wasserstand etwas niedriger, aber der See an sich ist immer da, und er wird kontinuierlich aufgefüllt dadurch, dass ich mein Leben lebe. Das war allerdings nicht immer der Fall. Ich habe 30 Jahre gebraucht, um zu verstehen, dass man sich Glück nicht erarbeiten kann oder es einem geschenkt wird, sondern dass man es in sich selber finden muss. Glück hat nichts mit Wohlstand oder Sicherheit zu tun, und auch nur bedingt mit anderen Menschen. Für mich hat Glück etwas mit Liebe zu tun – mit der Liebe zum Leben, der Liebe zu anderen Menschen, aber vor allem der Liebe zu sich selbst.

In den letzten drei Jahren hat sich in meinem Leben einiges geändert, aber vor allem habe ich mich geändert. Nach außen wird das vielleicht nicht sonderlich deutlich – meine Eltern, Familie und Freunde würden wahrscheinlich sagen, dass ich immer noch die “alte” Tinka bin. Aber ich merke es, in mir, in meinem Herzen und in meinem Verstand. Ich bin immer geliebt worden, von meinen Eltern und meiner Familie, meinen Freunden, meinen Partnern. Aber ich konnte überhaupt nicht verstehen, warum man mich liebt, denn ich habe nicht das gesehen, was andere scheinbar gesehen haben. Und dann hatte ich einen schweren Autounfall, meine Mutter wurde krank, und mein Cousin nahm sich das Leben – alles innerhalb von zwei Jahren. Eine Psychologin hat mich in dieser Zeit gefragt, ob ich mich selber liebe. Ich fand die Frage ziemlich bescheuert und habe geantwortet, dass ich ganz ok bin. Daraufhin hat sie mich aufgefordert, laut zu sagen, “Ich liebe mich”. Das fand ich noch bescheuerter, aber sie hat darauf bestanden. Ich konnte es nicht. Ich konnte dieses Satz nicht sagen. Stattdessen habe ich angefangen zu weinen.

Danach habe ich angefangen, mein Leben anders anzugehen. Ich muss nicht mehr perfekt sein. Ich muss auch nicht immer Höchstleistungen bringen. Es ist völlig ok, sich eine Auszeit zu nehmen und einen ganzen Nachmittag lang einfach nur Menschen, Tiere, oder die Natur zu betrachten. Ich muss nicht ständig etwas tun, ich muss nicht ständig in Bewegung sein, und vor allem muss ich mich dafür nicht vor mir selber rechtfertigen. Ich kann mich mittlerweile über Dinge freuen und Sachen genießen, die andere vielleicht für nichtig halten, und ich schätze die Zeit, die ich mit geliebten Menschen verbringen kann.

Ich bin glücklich, weil ich tolle Eltern, eine super Familie und wenige, aber dafür großartige Freunde habe. Ich bin glücklich, weil ich einen Beruf habe, der nicht nur mir, sondern offenbar auch anderen Spaß bringt. Ich bin glücklich, weil ich genug Geld zum Leben habe, mein eigener Chef bin, und mein Leben so gestalten kann, wie ich es für richtig halte. Ich bin glücklich, weil ich in einem freien und demokratischen Land lebe, welches mir alle privaten und beruflichen Möglichkeiten bietet, die ich mir wünschen könnte. Ich bin glücklich, weil sich ein paar haarige Lebewesen jedes Mal einen Ast freuen, wenn ich nach Hause komme. Ich bin glücklich, weil ich gesund bin, alle meine Sinne benutzen kann, und nicht auf die Hilfe anderer angewiesen bin. Ich bin glücklich, weil ich die Dinge, die ich habe, zu schätzen weiß. Ich bin glücklich, weil ich mich geliebt und akzeptiert und respektiert fühle. Ich bin glücklich, weil ich einfach ich bin und ich sein darf. Ich bin glücklich, weil ich verstanden habe, dass es nur einen Menschen gibt, der dafür sorgen kann, dass ich grundsätzlich glücklich bin – und das bin ich selber.

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2 thoughts on “Lucky me.

  1. barbara 26 October 2010 / 3:29 pm

    hi süße, ich freu mich für dich, das du bei dir angekommen bist…denn ich weiß wovon du schreibst. dieses ewige “beweisen müssen/wollen” in unserer familie. ich bin froh das ich mich laaaange aus dieser familie ausgeklinkt habe ;o) nicht deinetwegen…du weißt wen und was ich meine. dickes bussi und einmal gaaaanz doll gedrückt deine crazy tante. lol

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