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Benign.

11. February 2012

The appointment was scheduled for 10.45, and I was told that the examination would take about 2.5 hours. I hadn’t thought about it much in the days leading to it, and I was trying not to get too worked up about it when I arrived at the University Hospital. A doctor injected me with some radioactive substance, and the first measurement was already done after 10 minutes. I was allowed to leave the diagnostic rooms afterwards as we needed to wait for 2 hours to start the second set of examinations.

It was then that the fear finally started to kick in. As I was sitting in the hospital canteen, sipping on a hot chocolate, I felt suddenly very scared, and very much alone. I don’t usually get bothered by being on my own, but in that moment I felt really small, and I couldn’t help the tears streaming down my face. Luckily, I am not a noisy weeper (hard to believe, I know), so nobody noticed me sitting in the corner and trying to be brave. I finally managed to pull myself together, and I arrived for the second examination with grim determination. 40 minutes later, after spending what felt like an eternity in an MRT, getting a full body CT, a SPECT, and God knows what else, a doctor told me that there is no need to worry – the tumor is 95% benign, and there is no necessity for an operation or even radiotherapy at the moment. I need to have it checked regularly, but for now it’s all good.

I stepped out of the hospital, took a deep breath of the cold, crisp air, and while I was walking to my car, I couldn’t help smiling. The smile lasted until the first set of traffic lights where I started to cry again. But this time, it was out of relief.

Der Termin war für 10.45 Uhr angesetzt, und mir wurde gesagt, dass die Untersuchung ungefähr 2,5 Stunden dauern würde. Ich hatte in den Tagen davor nicht oft daran gedacht, und ich versuchte, locker zu bleiben, als ich an der Uni-Klinik ankam. Eine Ärztin injizierte mir eine radioaktive Substanz, und 10 Minuten später hatte ich schon die erste Untersuchung. Danach durfte ich die Behandlungsräume verlassen, da man für die zweite Untersuchungsreihe 2 Stunden warten muss. 

Erst da kam die Angst bei mir an. Während ich in der Krankenhaus-Kantine saß und an einem heißen Kakao nippte, war ich plötzlich ziemlich ängstlich, und vor allem sehr einsam. Normalerweise macht es mir nichts aus, auf mich allein gestellt zu sein, aber in dem Moment fühlte ich mich auf einmal sehr klein, und ich konnte nicht verhindern, dass mir Tränen über’s Gesicht liefen. Glücklicherweise bin ich ein leiser Weiner (schwer zu glauben, ich weiß), von daher fiel niemandem auf, dass ich in der Ecke saß und versuchte, tapfer zu sein. Ich hab mich schließlich wieder unter Kontrolle bekommen und ging mit grimmiger Entschlossenheit zur zweiten Untersuchung. 40 Minuten später, nachdem ich eine gefühlte Ewigkeit in einem MRT lag und eine Ganzkörper-Tomographie, ein SPECT, und Gott weiß was noch erhalten habe, sagte mir ein Arzt, dass es keinen Grund zur Sorge gebe – der Tumor sei zu 95% gutartig, und es gäbe derzeit keine Notwendigkeit für eine Operation oder gar Strahlentherapie.  Ich muss regelmäßig zur Kontrolle gehen, aber momentan ist alles in Ordnung.

Als ich aus dem Krankenhaus kam, nahm ich einen tiefen Atemzug der knackig-kalten Luft, und während ich zu meinem Auto ging, fing ich an zu lächeln. Das Lächeln hielt bis zur ersten Ampel an, an der ich erneut anfing zu weinen. Aber dieses Mal vor Erleichterung.

Frostbitten.

5. February 2012

The second leg of the second league finally started on Friday. Pauli was playing in Aachen on Saturday, so Kay, Tina and Jen had announced they were coming down on Friday evening hence we could all head down to the match together. Unfortunately, my heating broke down on Friday afternoon. Even more unfortunate was the fact that it was (and still is) about -10°C outside, and the temperature inside was rapidly approaching this mark. A heating installer came round and fixed the problem just in time – or so I thought. But when we sat around the kitchen table later in the evening, it was still rather chilly, and it hadn’t really gotten warm the next morning, either.

So on Saturday morning, while preparing myself for the match (2 t-shirts, 2 hoodies, 1 jacket, 2 pair of socks, 2 gloves, 1 beanie), I called my landlord and informed him about the (new) problem. During the first half he rang me on my mobile and told me that the circulator pump had broken down but was fixed now, and the heating was working again. Which was a relief as my multiple layers of clothing had not stopped me from getting close to freezing death during the match (the fact that we lost did not exactly warm me, either). At -10°C, there is nothing better than coming home to a snug and cozy house…

… which was sadly cold again this morning. At this point even my landlord seemed a bit desperate, but after checking the heating system for about 30 minutes, we finally came up with the cause of the problem – the sensor in the water boiler seems to be broken. Or so we hope as we don’t really know what to search for anymore . It has been fixed for now, but tomorrow the installateur will come by once more to thoroughly check the whole system and bring it up to date. I just hope I don’t need to start burning my furniture soon.

Die Rückrunde der 2. Bundesliga hat am Freitag endlich wieder angefangen. Pauli spielte am Samstag in Aachen, also kündigten Kay, Tina und Jen an, dass sie Freitag abend bei mir einfallen würden, damit wir alle gemeinsam zum Spiel fahren könnten. Bedauerlicherweise fiel am Freitag nachmittag meine Heizung aus. Noch bedauerlicher war die Tatsache, dass es draußen -10°C waren (und immer noch sind), und die Temperaturen im Haus sich rapide dieser Marke annäherten. Ein Heizungsinstallateur kam vorbei und reparierte das Problem gerade noch rechtzeitig – so dachte ich zumindest. Aber als wir abends um den Küchentisch saßen, war es immer noch recht frisch, und auch am nächsten Morgen war es nicht wirklich wärmer geworden.

Während ich mich also am Samstag vormittag auf den Aufenthalt im Stadion vorbereitete (2 T-Shirts, 2 Sweatshirts, 1 Jacke, 2 Paar Socken, 2 Handschuhe, 1 Mütze), rief ich meinen Vermieter an und informierte ihn über das (neue) Problem. Während der ersten Halbzeit rief er mich dann auf dem Handy an und erzählte mir, dass die Umwälzpumpe ausgefallen war, aber jetzt repariert worden sei und die Heizung wieder lief. Das war schön zu hören, denn selbst meine zahlreichen Kleidungsschichten hatten nicht verhindern können, dass ich während des Spieles fast erfroren bin (und dass wir verloren haben, hat mich auch nicht gerade innerlich gewärmt). Bei -10°C gibt es nichts Schöneres, als in ein kuschelig-warmes, gemütliches Haus zu kommen….

… das leider heute morgen wieder kalt war. Zu diesem Zeitpunkt wirkte selbst mein Vermieter etwas verzweifelt, aber nachdem wir das Heizungssystem 30 Minuten lang unter die Lupe genommen hatten, haben wir schließlich die Ursache des Problems gefunden – ein Sensor im Wasserboiler scheint kaputt zu sein. Zumindest hoffen wir das, weil uns langsam nichts mehr einfällt, an dem es noch liegen könnte. Für heute ist das Problem erstmal behoben worden, aber morgen kommt erneut der Installateur vorbei, um das ganze System gründlich zu überprüfen und auf den neuesten Stand zu bringen. Ich hoffe nur, dass ich nicht bald anfangen muss, meine Möbel zu verbrennen.

The Thing with Feathers.

30. January 2012

As I mentioned earlier, I didn’t post a lot this month. The reasons for this are manifold – here are just a few:

Wie ich bereits erwähnt habe, habe ich diesen Monat nicht viel geschrieben. Die Gründe dafür sind vielfältig – hier sind nur einige:

  • Mein englischer Satellitenanschluß funktioniert wieder, was bedeutet, dass ich Stunden damit verbringe, Location, Location, Location , Pointless, und eine nicht mehr nachvollziehbare Anzahl an Top Gear-Sendungen zu gucken.
  • The winter term comes to an end so I had to prepare some exams which I also supervised.
  • Das Wintersemester geht zu Ende, also musste ich Klausuren vorbereiten und beaufsichtigen.
  • And of course this also means I have to correct all these writing assignments while preparing the courses for next semester.
  • Das bedeutet natürlich auch, dass ich all diese Klausuren und Hausarbeiten korrigieren muss, während ich schon die Kurse für das nächste Semester vorbereite.
  • I also had to go to the university hospital for some tests, and the results were unfortunately not as good as I had hoped for.
  • Ich musste auch in die Uni-Klinik, um ein paar Tests durchführen zu lassen, und die Ergebnisse waren leider nicht so gut, wie ich gehofft hatte.
  • On a more cheerful note, I got invited to a football match, and even though neither club really interested me, it was still a very entertaining (yet bitingly cold) afternoon.
  • Um mit einer etwas fröhlicheren Stimmung abzuschließen: Ich wurde zu einem Fußballspiel eingeladen, und obwohl mich keine der Mannschaften wirklich interessiert hat, war es ein sehr unterhaltsamer (wenn auch arschkalter) Nachmittag.

Second Cousin I am.

6. January 2012

I hadn’t seen or heard from my cousins in Bremen for about 2 years. Not because we suddenly didn’t like each other any more; it was just life getting in the way of proper contact. So when I headed up north on Thursday for business reasons, I managed to sneak in a lunch break with Fredi and Christine. And surprise, surprise – one of them is a mummy now which makes me a second cousin. Jasper is a sweet, charming 4-months-old who might or might not sport a shock of red hair one day – the jury is still out on that. What is certain though is another meeting with the Bremen family side, and definitely not just in two years’ time.

Ich hatte meine Cousinen aus Bremen seit ungefähr 2 Jahren nicht mehr gesehen bzw. von ihnen gehört. Nicht, weil wir uns auf einmal nicht mehr mochten; das Leben an sich kam einfach mal wieder dazwischen. Als ich also am Donnerstag zu einem Geschäftstermin Richtung Norden fuhr, habe ich es tatsächlich hinbekommen, ein Mittagessen mit Fredi und Christine einzuschieben. Und Überraschung – eine von ihnen ist jetzt Mama, was mich wiederum zu einer Großcousine macht. Jasper ist ein süßer, charmanter, 4 Monate alter Junge, der vielleicht oder vielleicht auch nicht irgendwann mal einen roten Haarschopf haben wird – das wird sich noch zeigen. Was allerdings jetzt schon fest steht, ist ein weiteres Treffen mit den Bremern, und definitiv nicht erst in 2 Jahren. 

 

“I want to hear that Michael Bolton song!”

1. January 2012

New Year’s Eve at Christoph’s and Silke‘s place was a brilliant affair: As everybody brought just “a little something” for the raclette, we ended up with enough food to serve a company (hence Silke’s desperate attempts to thrust food containers in our hands at the end of the evening). The music selection took almost an hour, with several people discussing whether “She’s so high” should be included on the playlist in either the Blur or the Kurt Nilsen version. My love of the Foo Fighters was supported by Christoph, but dismissed by Elio, while Katrin’s coy attempts to put Michael Bolton on the list were altogether deliberately ignored. Ella took it upon her to reprogramme her Dad’s mobile phone – it is sometimes scary how tech-savvy those two-year-olds are.

I had decided to take Jack along even though I was a bit worried about the noise of the fireworks. I needn’t have bothered: He had a fantastic time with the girls and was snorting under the table by 11pm. I still decided to stay with him in the flat at midnight, as did Katrin and Silke. We stood on the balcony, watching the fireworks, as the rest of the gang lit the rockets on the street. Piwi came by shortly after midnight, dressed in green (and shorts!) for reason still unknown to me. He took it upon him to entertain Jack – so much that I had to tell him off as I was afraid poor old Jack might die of a heart attack.

As the evening continued, most of the guests left, but Elio and I soldiered on until 4am. We talked at length about TV series and music, and Christoph was bragging about his Facebook friendship with Ingo Schmoll (though he had to admit that he doesn’t have a clue what brought on this honour), while it was implied that I had an “obsession” (quote Silke) with a very different kind of radio host (the fact that I would have liked to have this radio host naked under my Christmas tree does not mean I am obsessed. Huff.)

All in all, a lovely evening that could have only been topped had it taken place in London.

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Silvester bei Christoph und Silke war eine ganz fantastische Angelegenheit: Da jeder nur “eine Kleinigkeit” für das Raclette mitgebracht hatte, hatten wir am Ende soviel Essen, dass wir eine ganze Kompanie hätten versorgen können (dementsprechend auch Silke’s verzweifelte Versuche, uns am Ende des Abends noch Essensbehälter in die Hand zu drücken). Die Musikauswahl dauerte fast eine Stunde, da mehrere Leute sich erst einig werden mussten, ob man “She’s so high” jetzt in der Blur- oder der Kurt Nilsen-Version auf die Playliste setzt. Meine Liebe für die Foo Fighters wurde von Christoph unterstützt, aber von Elio abgelehnt, während Katrin’s zaghafte Versuche, Michael Bolton auf die Liste zu setzen, von allen geflissentlich ignoriert wurden. Ella nahm es auf sich, das Handy ihres Vaters neu zu programmieren – es ist manchmal beängstigend, was für ein technisches Know-how die Zweijährigen heutzutage haben.

Ich hatte beschlossen, Jack mitzunehmen, obwohl ich etwas besorgt war bezüglich des Feuerwerks. Ich hätte mir keine Gedanken machen müssen: Er hatte eine großartige Zeit mit den Mädels und schnarchte bereits um 23 Uhr unterm Tisch. Ich entschied mich dennoch, um Mitternacht bei ihm in der Wohnung zu bleiben, zusammen mit Katrin und Silke. Wir standen auf dem Balkon und schauten uns das Feuerwerk an, während der Rest der Meute unten die Raketen anzündete. Piwi kam um kurz danach vorbei, ganz in grün (und kurzer Hose!) gekleidet, aus Gründen, die mir immer noch nicht ganz klar sind. Er hat dann dafür gesorgt, dass Jack bespasst wurde – so sehr, dass ich ihn zurückpfeifen musste, aus Angst, der arme, alte Jack könnte an einem Herzinfarkt sterben.

Als der Abend sich fortsetzte, gingen die meisten der Gäste nach Hause, aber Elio und ich hielten bis 4 Uhr durch. Wir unterhielten uns ausführlich über TV Serien und Musik, und Christoph gab damit an, dass er auf Facebook mit Ingo Schmoll befreundet ist (wobei er allerdings zugeben musste, dass er keine Ahnung hat, wieso ihm diese Ehre zuteil wurde), während mir unterstellt wurde, ich hätte eine “Obsession” (Zitat Silke) mit einem ganz anderen Radiomoderator (nur weil ich besagten Moderator gerne nackt unter meinem Tannenbaum gehabt hätte, heißt das noch nicht, dass ich obsessiv bin! Pffff.)

Zusammengefasst war es ein wunderbarer Abend, der nur dadurch hätte getoppt werden können, wenn er in London stattgefunden hätte.

2011: So Long, and Thanks for the Ride.

31. December 2011

The year 2011 was a busy one for me, but then again not too busy: I was working a lot, but it never felt stressful or that I couldn’t cope with it. I enjoyed the time spent with friends as much as having a quiet day at home. I took on a lot of new classes, especially at the universities around here, and I found out that I really enjoy teaching at uni and interacting with young students (not sure if they enjoy interacting with me, but there you go). At the end of 2011, I am more relaxed about certain aspects in life, in particular money and work, and I really hope this continues in the years to come (fingers crossed!).

I visited my land of hope and glory not once, but about every second month, and this will most certainly continue in 2012. My parents and my family shared some entertaining and touching moments with me, and I am grateful for them. I also managed to surround myself with the right friends – there might be only a handful, but they are brilliant ones, and they love me no matter what.  So before I leave home to celebrate New Year’s Eve with some of these friends, I hope your 2011 was also a good one, and I wish you all the best for 2012!

“May your coming year be filled with magic and dreams and good madness. I hope you read some fine books and kiss someone who thinks you’re wonderful, and don’t forget to make some art — write or draw or build or sing or live as only you can. And I hope, somewhere in the next year, you surprise yourself.”  (Neil Gaiman)

°°°°°

2011 war ein sehr geschäftiges Jahr für mich, aber andererseits auch nicht zu arbeitsreich: Ich habe zwar viel zu tun gehabt, aber es hat sich nie stressig angefühlt oder so, als ob ich damit nicht zurecht kommen würde. Ich habe die Zeit, die ich mit Freunden verbracht habe, genauso genossen wie einen ruhigen Tag alleine zuhause. Ich habe viele neue Kurse unterrichtet, vor allem an den Universitäten hier in der Gegend, und ich habe herausgefunden, dass es mir wirklich Spaß macht, mit jungen Studenten zu interagieren (ich bin mir nicht sicher, ob sie wiederum Spaß an der Interaktion haben, aber da müssen sie dann durch). Am Ende des Jahres 2011 bin ich entspannter, was bestimmte Aspekte meines Lebens angeht, vor allem Geld und Arbeit, und ich hoffe wirklich, dass sich der Trend in den nächsten Jahren so fortsetzt (Daumen drücken!).

Ich habe mein “Land der Hoffnung und Herrlichkeit” nicht einmal, sondern ungefähr jeden zweiten Monat besucht, und das wird sich definitiv im Jahr 2012 so fortsetzen. Meine Eltern und meine Familie haben einige unterhaltsame und berührende Momente mit mir geteilt, und dafür bin ich dankbar. Ich habe es auch geschafft, mich mit den richtigen Freunden zu umgeben – es gibt nur eine Handvoll davon, aber sie sind wundervoll, und sie lieben mich, komme was wolle. Bevor ich also das Haus verlasse, um Silvester mit ein paar eben dieser Freunde zu feiern, hoffe ich, dass Euer 2011 ebenfalls ein gutes Jahr war, und ich wünsche Euch nur das Beste für 2012!

“Möge Dein kommendes Jahr mit Magie und Träumen und positivem Wahnsinn gefüllt sein. Ich hoffe, Du liest ein paar gute Bücher und küsst jemanden, der denkt, dass Du wunderbar bist, und vergiss nicht, künstlerisch aktiv zu sein – schreibe oder zeichne oder baue oder singe oder lebe, wie nur Du es kannst. Und ich hoffe, dass Du Dich irgendwann im nächsten Jahr einmal selbst überraschst.”  (Neil Gaiman)

Wine tasting. Well, we tried.

28. December 2011

I have just come home from an evening at Andreas’ place that did not exactly go as planned but was nevertheless quite entertaining. Amin, Andreas and I wanted to meet up for a wine tasting – so far, so good. Unfortunately, I had developed a bit of a tooth ache earlier today, been to the dentist and taken some pain killers, so I was out. Amin had a night shift and slept barely three hours, but at least managed to cook a pot of Coq au Vin (or rather Dinde au Vin) and brought some cheese along. Together we went to the nearest supermarket to get some baguettes and grapes (a journey of about 300 metres, and yet Andreas managed to become lost. Twice. I suspect he also loses his bearings in his own flat from time to time).

We ate, we drank (but not as much as intended due to the aforementioned reasons), we laughed. Andreas talked about tannins and astringent and bottle-aging, so when I told him that I live by the rule “The important thing is that it’s yummy!”, he almost throttled me. It also turned out that I am scarily efficient in finding strange web videos, most of which Amin and Andreas had never heard of. Finally, I got them hooked on “The Voice of Germany”, a casting show, and we spent literally hours watching videos of it on the net. When Amin started falling asleep on the sofa (seems to be pathological with her), I drove her home – but not without arranging another meeting on January 5. Which is incidentally the next airing of “The Voice of Germany”.

Ich bin gerade von einem Abend bei Andreas nach Hause gekommen – ein Abend, der nicht unbedingt so ablief wie geplant, aber dennoch sehr unterhaltsam war. Amin, Andreas und ich wollten uns zu einer Weinprobe treffen – so weit, so gut. Leider hatte ich vormittags Zahnschmerzen bekommen, war beim Zahnarzt gewesen und hatte Schmerzmittel eingenommen, also war ich schon mal außen vor. Amin hatte Nachtschicht und nur knapp 3 Stunden geschlafen, aber es immerhin geschafft, einen Topf Coq au Vin (oder eher Dinde au Vin) zu kochen und Käse mitzubringen. Zusammen gingen wir dann zum nächsten Supermarkt, um noch Baguettes und Weintrauben zu kaufen (ein Weg von ungefähr 300 Metern, und trotzdem hat Andreas es geschafft, sich zu verlaufen. Zweimal. Ich vermute, dass er selbst in seiner eigenen Wohnung ab und zu mal die Orientierung verliert).

Wir aßen, wir tranken (wenn auch nicht annähernd so viel wie geplant aus den oben erwähnten Gründen), wir lachten. Andreas redete über Tannine und Adstringenz und Flaschenreifung und war kurz davor, mich zu erdrosseln, als ich ihm sagte, dass ich nach dem Motto lebe, “Hauptsache, es schmeckt!”. Es stellte sich auch heraus, dass ich erschreckend effizient darin bin, bizarre Videos im Netz zu finden, von denen die meisten Amin und Andreas völlig unbekannt waren. Schließlich habe ich sie mit “The Voice of Germany” angefixt, einer Casting-Show, und wir haben buchstäblich Stunden damit verbracht, uns Videos davon anzusehen. Als Amin anfing, auf dem Sofa einzuschlafen (scheint krankhaft bei ihr zu sein), habe ich sie nach Hause gefahren – aber nicht, ohne vorher ein weiteres Treffen am 5. Januar zu vereinbaren. Was auch zufällig der nächste Sendetermin für “The Voice of Germany” ist. 

Happy Holidays!

25. December 2011

To all my loved ones out there: I wish you a very merry Christmas and send you many hugs and kisses!

An alle meine lieben Menschen dort draußen: Ich wünsche Euch frohe Weihnachten und schicke Euch viele Umarmungen und Küsse!

Christmas with the Ladies.

23. December 2011

I invited the girls over for a Christmas dinner yesterday evening, followed by a movie. Faru, Amin, Silke and Detti lauded my cooking and shared some hilarious stories (Detti apparently became a smoker thanks to her driving school instructor). Amin was so stuffed that she later fell asleep on the sofa, tucked away the corner and snuggling into Silke’s shoulder. While we were watching the mandatory Christmas movie (“Bridget Jones” – what else?), I glanced around and observed the others: Detti in the rocking chair, Faru and Silke sharing a blanket, Amin sound asleep, and I felt rather … happy. It was wonderful that we all had found the time to share an evening together, enjoying a dinner, some stories and finally a movie, and just spending time with each other close to Christmas. I know that I am truly blessed to have friends like these.

Ich habe gestern abend die Mädels zu einem Weihnachtsessen eingeladen, gefolgt von einem Filmabend. Faru, Amin, Silke und Detti haben meine Kochkünste gelobt und ein paar extrem amüsante Stories zum Besten gegeben (Detti wurde offenbar nur dank ihres Fahrlehrers zum Raucher). Amin war so vollgefressen, dass sie später auf dem Sofa einschlief, halb in der Ecke versteckt und an Silke’s Schulter angekuschelt. Während wir den obligatorischen Weihnachtsfilm schauten (“Bridget Jones” – was sonst?), schaut ich mich um und beobachtete die anderen: Detti im Schaukelstuhl, Faru und Silke, die sich eine Decke teilten, Amin im Tiefschlaf, und ich fühlte mich ziemlich … glücklich. Es war grandios, dass wir alle die Zeit gefunden hatten, einen Abend zusammen zu teilen, ein Abendessen, interessante Anekdoten und schließlich einen Film zu genießen, und einfach kurz vor Weihnachten noch Zeit miteinander zu verbringen. Ich weiß, dass ich wirklich Glück habe, solche Freunde zu haben.

No. 6.

12. December 2011

This weekend marked my sixth visit to London this year. As the five times before, I went with somebody else, and again it was somebody who had never been to the city before. So we visited the usual suspects: Big Ben, Tower of London, Buckingham Palace, and the likes. Don’t get me wrong – I love showing other people around “my” city, and I can definitely enjoy the view of Tower Bridge over and over again. It’s just that I would spend a weekend alone entirely differently.

I would probably go to the West End to see “Matilda” on Friday evening, followed with a drink somewhere in Soho. If the weekend was sunny, I would take a walk around Hampstead Heath and imagine I owned one of the houses there (and one day, I will. Never give up hope). I would stop at Tesco’s to buy some sausage rolls and Scotch eggs and maybe a bottle of cider and sit down on Parliament Hill to watch the sun go down behind the skyline. If it was rainy, I would spend the entire day either at the Natural History Museum (sitting in one of the most beautiful buildings in London) or the British Museum (where I could spend days anyway. Oh, what am I talking about – weeks!). It’s actually a pity that most tourists ignore the museums and opt for the typical sights instead – London’s museums are full of wonders and magic and generally free of admission. I would probably spend every autumn and winter weekend in one of the museum if I were to live in London (hello there, sore spot!). I would watch a play at the National Theatre and stroll down Southbank afterwards, enjoying the view of the city at night. Cambridge, Margate and Brighton are only a short train ride away and are wonderful destinations for a day trip.

I miss living in England, and I miss experiencing the small things which make up England for me. Therefore, the next trip will be on my own, so that England and I will finally have an intimate rendezvous again. Just the two of us – me and the country which has stolen my heart.

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Dieses Wochenende markierte meinen sechsten Aufenthalt in London in diesem Jahr. Wie die fünf Male zuvor fuhr ich in Begleitung, und auch dieses Mal wieder mit jemandem, der noch nie zuvor in der Stadt gewesen war. Also besuchten wir die üblichen Verdächtigen: Big Ben, den Tower of London, Buckingham Palace, und so weiter. Nicht, dass wir uns falsch verstehen – ich liebe es, andere Leute in “meiner” Stadt herumzuführen, und ich kann den Anblick der Tower Bridge definitiv immer wieder genießen. Aber wenn ich alleine unterwegs wäre, würde ich das Wochenende völlig anders verbringen.

Ich würde Freitag abend wahrscheinlich “Matilda“ im West End anschauen, und danach noch ein kleines Kaltgetränk irgendwo in Soho zu mir nehmen. Falls das Wochenende sonnig wäre, würde ich in Hampstead Heath spazierengehen und mir vorstellen, eines der Häuser dort würde mir gehören (und eines Tages wird es das auch. Nie die Hoffnung aufgeben). Ich würde einen kleinen Umweg über Tesco machen und mich mit Sausage Rolls und Scotch Eggs und vielleicht einer Flasche Cider eindecken und mich auf den Parliament Hill setzen, um mir anzuschauen, wie die Sonne hinter der Skyline untergeht. Falls es regnen würde, würde ich den ganzen Tag entweder im Natural History Museum verbringen (das sich in einem der schönsten Gebäude der Stadt befindet) oder im Britischen Museum (wo ich ohnehin Tage verbringen könnte. Ach, was rede ich denn da – Wochen!). Es ist eigentlich schade, dass die meisten Touristen die Museen ignorieren und stattdessen lieber die typischen Sehenswürdigkeiten abklappern – London’s Museen sind voller Wunder und Magie und kosten generell keinen Eintritt. Ich würde wahrscheinlich jedes Herbst- und Winter-Wochenende in einem der Museen verbringen, wenn ich in London leben würde (Hallo, wunder Punkt!). Ich würde mir ein Theaterstück im National Theatre anschauen und danach die Southbank herunterschlendern, um den Anblick der Stadt bei Nacht zu genießen. Cambridge, Margate und Brighton sind nur eine kurze Zugfahrt entfernt und wunderbare Ziele für einen Tagesausflug.

Ich vermisse es, in England zu leben, und ich vermisse es, die Dinge zu erleben, die für mich England ausmachen. Daher werde ich die nächste Reise alleine antreten, damit England und ich endlich wieder ein kleines, intimes Rendezvous miteinander haben. Nur wir beide – ich und das Land, das mein Herz gestohlen hat.

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